John Eliot Gardiner gerät nach peinlichem Vorfall bei Bach-Festival in die Kritik
Kristiane DippelJohn Eliot Gardiner gerät nach peinlichem Vorfall bei Bach-Festival in die Kritik
Dirigent John Eliot Gardiner steht wegen Vorfalls bei Bach-Festival in der Kritik
Neue Vorwürfe treffen den renommierten Dirigenten John Eliot Gardiner nach einem Zwischenfall bei einem Bach-Festival. Ein Video zeigt, wie er einer Mitarbeiterin während des Schlussapplauses eine Schriftrolle entnimmt und diese in ihr Dekolleté steckt. Die Aufnahme wurde aus Rücksicht auf die Privatsphäre der Betroffenen nicht veröffentlicht.
Der Vorfall ereignete sich gegen Ende des Applauses: Gardiner näherte sich der Mitarbeiterin, nahm ihr die Rolle ab und schob sie hinter ihre Halskette. Zunächst schien sie sich zu wehren, doch er setzte die Handlung fort.
Später gab Gardiner an, von der Reaktion überrascht gewesen zu sein – er habe die Rolle lediglich hinter ihrem Schmuckstück verstauen wollen. Seine Aussage deutet darauf hin, dass er sein Verhalten nicht als unangemessen empfindet.
Dies ist nicht der erste Vorwurf gegen den Dirigenten. Bereits zuvor war er beschuldigt worden, einen Kontrabassisten geschlagen zu haben. Daraufhin verweigerte ihm sein eigener Monteverdi-Chor die weitere Zusammenarbeit, woraufhin Gardiner das Constellation Ensemble gründete. Trotz solcher Vorfälle wurde er in der Klassikbranche immer wieder reintegriert und verziehen.
Der jüngste Vorfall wirft die Frage auf, ob Gardiner sein früheres Verhalten reflektiert hat. Ob er weiterhin in der Branche arbeiten kann, hängt davon ab, wie er mit den Kritikpunkten umgeht. Das Video bleibt zwar unter Verschluss, doch der Vorfall hat die Debatte über Verantwortung und Konsequenzen in der klassischen Musik neu entfacht.
