Jugendliche drohen mit Softair-Pistole: Polizei in Lüdenscheid schreitet ein

Kristiane Dippel
Kristiane Dippel
2 Min.
Ein junges Mädchen mit strahlendem Lächeln hält ein rotes Schild, auf dem "End Gun Violence" steht, vor einem unscharfen Hintergrund.Kristiane Dippel

Jugendliche drohen mit Softair-Pistole: Polizei in Lüdenscheid schreitet ein

Polizei in Lüdenscheid greift nach Vorfall mit Softair-Pistole ein: Jugendliche zielen auf Passantin

Die Polizei in Lüdenscheid wurde zu einem Vorfall mit zwei Jugendlichen gerufen, die einer Frau mit einer Softair-Pistole gedroht haben sollen. Die Auseinandersetzung ereignete sich auf der Altenaer Straße, nachdem die Frau die beiden aufgefordert hatte, das Schießen mit Plastikgeschossen auf dem Parkplatz eines Discounters zu unterlassen. Die Beamten übergaben die Jugendlichen später ihren Eltern, leiteten jedoch ein Verfahren gegen sie ein.

Der Zwischenfall begann, als die unverletzte Frau die beiden anspricht und sie bittet, das Schießen einzustellen. Stattdessen sollen die Jugendlichen die Softair-Waffe auf sie gerichtet und sie beschimpft haben. Die herbeigerufenen Polizisten gingen mit besonderer Vorsicht vor, da Attrappen von Schusswaffen oft nicht von echten Waffen zu unterscheiden sind.

Die deutsche Polizei warnt regelmäßig davor, realistisch aussehende Spielzeugwaffen in der Öffentlichkeit mit sich zu führen. Selbst wenn sich solche Gegenstände als Attrappen herausstellen, können sie erhebliche Polizeieinsätze auslösen – nicht selten mit mehreren Streifenwagen. Beamte behandeln täuschend echte Nachbildungen bis zum Beweis des Gegenteils wie echte Schusswaffen.

Die Jugendlichen wurden vernommen, bevor sie ihren Eltern übergeben wurden. Zwar wurden keine sofortigen Anklagen erhoben, doch erstattete die Polizei Anzeige. Nach deutschem Recht kann bereits das offene Tragen oder Abfeuern von Spielzeugwaffen in der Öffentlichkeit rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen – selbst wenn keine körperliche Verletzung vorliegt.

Der Fall zeigt die Gefahren auf, die vom Einsatz von Waffenattrappen in öffentlichen Räumen ausgehen. Die Polizei betonte erneut, dass realistisch wirkende Nachbildungen als potenzielle Bedrohung eingestuft werden. Den Jugendlichen drohen nun mögliche rechtliche Schritte, abhängig von der Prüfung durch die Staatsanwaltschaft.

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