04 February 2026, 12:38

Karneval ohne Pferde? Tillys Kampf gegen eine umstrittene Tradition

Ein Bild eines Karnevals-Umzugs mit Menschen in bunten Kostümen auf Pferden vor einem geschmückten Schwimmwagen, unter einem klaren blauen Himmel mit Bäumen im Hintergrund.

Schwimmpuppenbauer Jacques Tilly gegen Pferde in Karnevals-Umzügen - Karneval ohne Pferde? Tillys Kampf gegen eine umstrittene Tradition

Die Verwendung von Pferden in Karnevalsumzügen hat eine neue Debatte ausgelöst, nachdem ein bekannter Wagenbauer sich entschieden gegen diese Tradition gestellt hat. Jacques Tilly, bekannt für seine satirischen Kreationen beim Düsseldorfer Rosenmontagszug, argumentiert, dass Pferde in modernen Feierlichkeiten nichts mehr zu suchen haben. Seine Haltung wird von Tierschutzorganisationen unterstützt und hat die Diskussionen über Tierwohl und Sicherheit wiederbelebt.

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Tilly, eine prägende Figur in der deutschen Karnevalsszene, kritisiert seit Langem den Einsatz von Pferden in Umzügen. Er hält die Praxis für überholt und sieht darin eine unnötige Belastung für die Pferde. Seine Position deckt sich mit der von PETA, die kürzlich Kommunalpolitiker aufforderte, Pferde bei solchen Veranstaltungen zu verbieten. Die Organisation behauptet, dass die Pferde unter Stress, Lärm und den beengten Verhältnissen während der Umzüge leiden.

In Bonn wurden Pferde bereits aus ähnlichen Gründen aus den Umzügen verbannt. Bisher hat jedoch keine andere deutsche Stadt formelle Verbote oder strenge Auflagen aufgrund von Tierschutz- oder Sicherheitsbedenken erlassen. Das Thema bleibt umstritten – hier prallen Tradition und der wachsende Ruf nach mehr Tierschutz aufeinander.

Unterdessen sieht sich Tilly in Russland mit separaten juristischen Vorwürfen konfrontiert. Die Behörden werfen ihm vor, staatliche Institutionen und Präsident Putin verunglimpft zu haben. Nach russischem Recht können solche Anklagen hohe Geldstrafen oder Haftstrafen von bis zu zehn Jahren nach sich ziehen.

Die Debatte über Pferde in Karnevalsumzügen dauert an, wobei Tilly und PETA auf Veränderungen drängen. Während einige Städte ihre Bräuche bereits angepasst haben, haben die meisten noch keine offiziellen Beschränkungen eingeführt. Die rechtlichen Auseinandersetzungen in Russland verleihen Tillys öffentlichem Profil zusätzliche Brisanz – auch wenn sie in keinem Zusammenhang mit seinem Einsatz gegen Umzugspferde stehen.