Kempen zeigt, wie ein klimaneutrales Gewerbegebiet gelingt – mit Solarenergie und weniger CO₂
Christoph DöhnKempen zeigt, wie ein klimaneutrales Gewerbegebiet gelingt – mit Solarenergie und weniger CO₂
Kempen setzt einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einem klimaneutralen Gewerbegebiet. Rund 40 lokale Unternehmer kamen kürzlich zu einer Netzwerkveranstaltung zusammen, die sich mit konkreten Maßnahmen zur Reduzierung von CO₂-Emissionen befasste. Im Mittelpunkt standen dabei Solarenergie, rechtliche Rahmenbedingungen sowie praktische Beispiele für erfolgreiche Dekarbonisierung.
Die Initiative nahm vor zwei Jahren ihren Anfang, als die IHK, die Stadt Kempen, die Stadtwerke Kempen und der Kempen Business Association (UKK) ihre Kräfte bündelten. Ihr Ziel: das Industriegebiet "Industriering Ost / Am Selder" zu einem Vorreiter für Klimaneutralität zu machen. 2024 wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um den Weg dorthin zu skizzieren.
Auf der jüngsten Veranstaltung berichteten Tobias Jahn und Markus Heigele von der Alois Müller GmbH über den Weg ihres Unternehmens zur Klimaneutralität. Sie erläuterten, wie es gelang, die CO₂-Emissionen im Betrieb drastisch zu senken. Das Programm umfasste zudem Vorträge zu Brandschutz, Versicherungen für Solaranlagen und der Aufrechterhaltung der Netzstabilität. Dr. Dorothee Ströh, die Klimaschutzbeauftragte Kempens, betonte das Engagement der Stadt, mit gutem Beispiel voranzugehen. Als Teil dieser Bemühungen werden derzeit Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden installiert. Die Stadtwerke Kempen bekräftigten ihre Unterstützung für das Projekt. Der kommunale Wärmewendeplan, der in diesem Jahr finalisiert wurde, soll ab 2026 umgesetzt werden.
Die Netzwerkveranstaltung bot Unternehmen praktische Werkzeuge, um Solarenergie zu nutzen und Emissionen zu reduzieren. Mit der laufenden Machbarkeitsstudie und dem für 2026 geplanten Start der Wärmewende rückt Kempens klimaneutrales Gewerbegebiet immer näher an die Realisierung heran. Die Zusammenarbeit zwischen Behörden, Energieversorgern und Unternehmen treibt die Entwicklung weiter voran.






