KI-Kameras sollen Schleichverkehr in Altenbergs Wohngebieten stoppen

Christoph Döhn
Christoph Döhn
2 Min.
Eine Autobahn mit Autos, eine Mautstation im Hintergrund, Verkehrskegel, Schilder mit Text, Laternenpfähle, Bäume und ein bewölkter Himmel.Christoph Döhn

KI-Kameras sollen Schleichverkehr in Altenbergs Wohngebieten stoppen

Langfristige Sperrung der Altenberger Domstraße führt zu Sorgen über erhöhten Verkehr in Wohngebieten

Die seit dem 9. Februar 2026 bestehende Vollsperrung der Altenberger Domstraße in südlicher Richtung hat zu Umleitungen geführt, die Autofahrer auf einen acht Kilometer langen Umweg zwingen – mit etwa 20 Minuten zusätzlicher Fahrzeit. Nun setzt sich die Fraktion Volt/FWG für den Einsatz KI-gestützter Kameras ein, um unerlaubte Abkürzungen durch enge Anwohnerstraßen zu verhindern.

Die voraussichtlich neun Monate andauernde Sperrung der Altenberger Domstraße hat die gewohnten Verkehrswege vieler Pendler durcheinandergebracht. Die offizielle Umleitung führt über Leverkusen-Schlebusch, doch einige Autofahrer nutzen offenbar die Nittumer Weg und den Zehntweg als vermeintlich schnellere Alternative. Diese Straßen sind jedoch schmal, schlecht beleuchtet und für starken Verkehr ungeeignet – was bei Anwohnern Bedenken hinsichtlich der Verkehrssicherheit weckt.

Als Reaktion schlägt die Volt/FWG-Fraktion die Installation moderner Kamerasysteme vor, um die Zufahrt nur für Anlieger durchzusetzen. Die Technologie, inspiriert von Schweizer Verkehrsüberwachungsmodellen, soll Fahrzeuge erfassen, die in die gesperrte Zone ein- und ausfahren, dabei aber datenschutzkonform arbeiten. Falls der Plan genehmigt wird, könnten die Kameras unbefugten Durchgangsverkehr automatisch erkennen und abschrecken.

Der Vorschlag wird am 3. März 2026 im Ausschuss für Mobilität und Verkehrsflächen offiziell beraten. Vor einer Umsetzung pocht die Fraktion auf eine umfassende rechtliche Prüfung, einschließlich der Einhaltung der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) und des Straßenverkehrsgesetzes (StVG), sowie auf eine Kosten-Nutzen-Analyse. Zudem betonen sie die Notwendigkeit einer transparenten Öffentlichkeitsarbeit, um die Funktionsweise und die Gründe für das System verständlich zu vermitteln.

Falls das Projekt voranschreitet, sollen die Kameras nur während der Sperrung der Altenberger Domstraße im Einsatz sein und die Einhaltung bestehender Verkehrsregeln überwachen. Die Volt/FWG-Fraktion hält solche Maßnahmen für unverzichtbar, um Anwohner vor den Risiken durch erhöhten Schleichverkehr zu schützen. Die endgültige Umsetzung hängt jedoch von der Erfüllung aller rechtlichen Vorgaben und der Zustimmung der lokalen Verkehrsbehörden ab.