KitschKrieg revolutioniert deutschen Pop mit Gut Genug und globalen Beats
Kristiane DippelKitschKrieg revolutioniert deutschen Pop mit Gut Genug und globalen Beats
Das deutsche Elektronik-Trio KitschKrieg hat mit seinem neuesten Album Gut Genug weltweit Aufmerksamkeit erregt. Ihre Musik verbindet jamaikanische Rhythmen, Nischen-Rap und afrikanische Clubbeats zu einem schlanken, minimalistischen Klang. Der ästhetische Stil der Gruppe ist dabei ebenso präzise wie ihre Produktion – in Schwarz-Weiß gehalten, akkurat und wie feinstes Handwerk gefertigt.
Schon der Name der Band spielt mit dem Konzept deutscher Identität. Für sie ist Made in Germany ein Meme, ein verspielter Verweis auf das Klischee von Effizienz und Qualität. Ihre beiden letzten Alben, German Engineering, setzten diesen ironischen Ansatz noch einen drauf – mit internationalen Kollaborationen, die die Selbstpersiflage unterstreichen.
In ihren Tracks sammeln sie oft Einflüsse anderer deutscher Pop-Exporte wie Blümchen oder Kraftwerk. Die Musik trägt den glatten, hypnotischen Puls eines Paul Kalkbrenner, bleibt aber durch globale Einflüsse frisch. Baran Koks deutscher Rap, der von Dealern auf Raves handelt, fügt ihrer Klangwelt eine weitere Ebene hinzu.
Awhodat, das dritte Mitglied des Trios, ist für die visuellen Aspekte zuständig. Die Fotos und Videos der Gruppe entsprechen ihrem musikalischen Stil – klar, kontrolliert und auffällig.
Das weltweite Interesse an Gut Genug zeigt, wie Streaming Popmusik über Grenzen hinweg trägt. Ihre Mischung aus deutschem Witz und internationalen Rhythmen findet ein Publikum weit über lokale Szenen hinaus. Der Erfolg des Albums beweist: Selbst ein Meme kann in den richtigen Händen Gewicht haben.
