Kleinbauern fordern mehr Klimahilfe gegen El Niño und Ernteausfälle weltweit
Kristiane DippelKleinbauern fordern mehr Klimahilfe gegen El Niño und Ernteausfälle weltweit
Bäuerliche Vertreter aus aller Welt trafen sich bei den Tagungen der Nebenorgane der UN-Klimarahmenkonvention in Bonn. Sie vertraten 95 Millionen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern aus Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Pazifikraum. Im Mittelpunkt stand die Bewältigung der Klimafolgen sowie die finanzielle Unterstützung für Kleinbauernbetriebe.
Esther Penunia, Stephen Muchiri und Thomas Patriota sprachen über die Herausforderungen, mit denen Familienbetriebe konfrontiert sind. Sie hoben die Klimafolgen und die schwankenden Kosten für Betriebsmittel als zentrale Probleme hervor. Familienbetriebe erzeugen mehr als die Hälfte der weltweiten Nahrungskalorien und sichern ländliche Lebensgrundlagen weltweit.
Das Wetterphänomen El Niño stört die Niederschlagsmuster und bedroht die landwirtschaftliche Produktion. Ernten, Fischerei, Viehzucht und Infrastruktur sind gleichermaßen gefährdet. Die Vertreter forderten die Einrichtung eines Fonds für Widerstandsfähigkeit und Ermächtigung von Bäuerinnen und Bauern, um diese Krisen zu bewältigen.
Aktuell fließen nur 0,36 Prozent der internationalen Klimafinanzierung für Anpassungsmaßnahmen direkt an Kleinbauern. Die Initiative Forest and Farm Facility hat gezeigt, dass lokal geführte Lösungen Lebensgrundlagen stärken und die Klimaresilienz erhöhen können. Bauerngesteuerte Ansätze wie agroökologische und naturverträgliche Methoden wurden als Schlüssel betont, um Widerstandsfähigkeit zu stärken und die Artenvielfalt zu schützen.
Die Vertreter unterstrichen, dass Klimagelder Kleinbauern wirksamer erreichen müssen. Dies sei entscheidend für den Aufbau widerstandsfähiger Ernährungssysteme und die Erreichung der Klimaziele. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, die Unterstützung für diejenigen zu verbessern, die an vorderster Front des Klimawandels stehen.
