19 June 2026, 00:20

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivisten müssen vor Gericht

Festgehalten am Flughafen - Aktivisten angeklagt

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivisten müssen vor Gericht

Klimaschutzaktivisten müssen sich wegen zweier Proteste am Flughafen Köln/Bonn im Juli und August vor Gericht verantworten. Die Vorfälle hatten erhebliche Störungen des Flugbetriebs zur Folge. Die Behörden fordern nun Schadensersatz für die entstandenen finanziellen Verluste.

Am 24. Juli 2024 sollen fünf Aktivisten sich laut Vorwurf auf eine Startbahn geklebt und damit den Flugverkehr für drei Stunden lahmgelegt haben. Die Fluggesellschaft Eurowings kündigte an, Schadensersatz zu verlangen, und bezifferte ihren Verlust auf knapp 284.000 Euro. Die Airline hat jedem der fünf Beteiligten eine Rechnung über rund 4.100 Euro ausgestellt.

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Ein zweiter Protest ereignete sich am 15. August, als sich zwei Demonstranten an einer Zufahrtsstraße zu einer Startbahn festketten. Dadurch kam es zu etwa einstündigen Flugbehinderungen. Den beiden drohen nun Forderungen in Höhe von jeweils fast 3.250 Euro.

Auch der Flughafen Köln/Bonn behält sich vor, Ansprüche geltend zu machen; die vorläufigen Schäden werden auf etwa 125.000 Euro geschätzt. Gegen sechs Personen wurden beim Amtsgericht Köln Anklagen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs erhoben. Noch ist nicht entschieden, ob ein formelles Verfahren eingeleitet wird, und ein Prozesstermin steht noch aus.

Die beiden Protestaktionen führten zu Flugverspätungen und finanziellen Einbußen für den Flughafen sowie die Airlines. Sechs Personen sehen sich im Zusammenhang mit den Vorfällen mit Anklagen konfrontiert. Die juristischen Verfahren laufen noch, während Schadensersatzforderungen bereits eingereicht wurden.

Quelle