Köln stoppt Parkplatz-Ausbau in Nippes – Streit um Vorgärten im Afrika-Viertel
Christoph DöhnKöln stoppt Parkplatz-Ausbau in Nippes – Streit um Vorgärten im Afrika-Viertel
Köln ergreift Maßnahmen zum Schutz von Vorgärten im Stadtteil Nippes
Die Stadt Köln will im Viertel Nippes – genauer im historischen Afrika-Viertel – den Charme der alten Bebauung bewahren und verbietet daher auf mehreren Straßen die Anlage neuer Parkplätze. Die Stadtverwaltung reagiert damit auf den schleichenden Verlust von Grünflächen, die in den vergangenen Jahren zunehmend Parkflächen weichen mussten. Doch der Plan stößt bereits jetzt auf Kritik bei Grundstücksbesitzern.
Vorgesehen ist eine Satzungsänderung, die die Nutzung von Vorgärten als Parkflächen reglementiert. Bestehende Stellplätze und Zufahrten zu Garagen bleiben demnach erlaubt, doch die Versiegelung weiterer Flächen für Parkzwecke soll künftig untersagt werden.
Der Haus- und Grundbesitzerverein Köln hat sich gegen die Pläne ausgesprochen. Die Vereinigung argumentiert, die Beschränkungen griffen unzulässig in Eigentumsrechte ein und rechnet mit Widerstand vieler Anwohner. Man zeige sich überzeugt, dass die Regelung weder fair noch praktikabel sei.
Die Stadt betont unterdessen die Bedeutung des Erhalts des grünen Charakters des Viertels. Im Laufe des letzten Jahrzehnts wurden im Afrika-Viertel immer mehr Vorgärten in Parkplätze umgewandelt. Zwar gibt es keine genauen Zahlen, doch der Trend bereitet Umweltschützern und Stadtplanern Sorgen – nicht zuletzt wegen des fortschreitenden Grünflächenverlusts.
Die geplante Satzung soll nun weiter vorangetrieben werden, doch der Widerstand der Eigentümer könnte die Umsetzung verzögern. Wird sie verabschiedet, verhindert sie künftig die zusätzliche Versiegelung von Vorgärten für Parkplätze, während bestehende Flächen erhalten bleiben. Die Stadt bleibt dabei: Es gehe darum, städtische Entwicklung und den Erhalt des historischen Charakters des Viertels in Einklang zu bringen.






