15 December 2025, 00:33

Kölner Derby eskaliert: Fanproteste überschatten 0:2-Niederlage beim FC Köln

Ein Fußballspiel im Gange mit sechs Spielern auf dem Feld, drei Fußballen sichtbar, zahlreichen Zuschauern in Regenmänteln mit Schirmen und mehreren Kameramännern, die das Ereignis aufnehmen.

Kölner Derby eskaliert: Fanproteste überschatten 0:2-Niederlage beim FC Köln

Kölner Derbytag zum Vergessen

Marvin Schwäbe schüttelte den Kopf. Unruhe beim 1. FC Köln nach einem Derbytag zum Vergessen? "Nein!", betonte der Torhüter entschlossen. Fünf Bundesliga-Spiele in Folge ohne Sieg bereiten dem Kapitän noch keine Sorgen. Stattdessen machte sich Schwäbe mehr Gedanken über die Situation einiger Kölner Fans, die dem verdienten 0:2 (0:0) ihrer Mannschaft bei Bayer Leverkusen fernblieben – aus Protest.

Veröffentlicht am 14. Dezember 2025, 04:10 Uhr MEZ

Stichworte: Sport, Fußball, Europäische Ligen

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Das Bundesliga-Derby zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln nahm am Samstag eine ungewöhnliche Wendung: Rund 500 Auswärtsfans boykottierten die Partie. Der Protest richtete sich gegen Vorwürfe über übergriffige Polizeikontrollen, darunter angebliche körperliche Durchsuchungen – die Behörden wiesen die Vorwürfe zurück. Im Stadion solidarisierten sich später auch Leverkusens Ultra-Fans und verließen das Spiel, was für eine gespenstische Stille sorgte.

Die Probleme begannen bereits vor Anpfiff, als etwa 500 Kölner Anhänger das Stadion verließen. Sie protestierten gegen das, was sie als "Nacktkontrollen“ durch die Polizei bei den Einlasskontrollen bezeichneten. Die Beamten entgegneten, lediglich ein 24-jähriger Mann habe freiwillig seine Hose ausgezogen; weitergehende Vorwürfe wurden zurückgewiesen.

Am Ende sicherte sich Leverkusen den verdienten Dreier – doch die Nachwehen der Fanproteste könnten noch nachwirken. Für den in der Tabelle bedrängten 1. FC Köln steht nun die Reaktion an, beginnend mit dem kommenden Duell gegen Union Berlin. Unterdessen könnte der Streit um die Polizeikontrollen weitere Aufmerksamkeit der Ligaverantwortlichen auf sich ziehen.