Kölner Krankenhäuser kämpfen mit mangelnder Notfallvorsorge für Großschadenslagen
Kölner Krankenhäuser kämpfen mit mangelnder Notfallvorsorge für Großschadenslagen
Krankenhäuser in ganz Deutschland sehen sich wachsenden Sorgen gegenüber, ob sie großflächige Notfälle bewältigen können. Eine aktuelle Umfrage in Nordrhein-Westfalen (NRW) deckte Lücken bei der Notstromversorgung, der Wasserversorgung und den medizinischen Reserven auf. Viele Einrichtungen verfügen nicht mehr über die unterirdischen Schutzräume, die während des Kalten Krieges üblich waren.
Während des Kalten Krieges gab es in Deutschland rund 1.800 Krankenhäuser mit unterirdischen Schutzräumen oder Notbunkern. Heute sind es weniger als 100 – vor allem in Bayern, NRW und Sachsen. Städte wie München und Köln besitzen noch einige dieser Anlagen, doch die meisten wurden nach 1990 aus Kostengründen und wegen veränderter Prioritäten stillgelegt.
Eine Umfrage des WDR ergab, dass 40 von 53 Krankenhäusern in NRW über Notstromsysteme verfügen. Mehr als die Hälfte könnte mit Reservegeneratoren 72 Stunden überbrücken – wie das Bergmannsheil, das über fünf Dieselaggregate verfügt. Doch die Wasserversorgung ist weitaus prekärer: Nur jedes fünfte Krankenhaus hält einen Vorrat an Flaschenwasser für eine Woche bereit.
Auch die medizinischen Reserven geben Anlass zur Sorge. Die meisten Krankenhäuser lagern essenzielle Medikamente für zwei bis sechs Wochen, doch Blutkonserven wären in einer Krise schnell aufgebraucht. Professor Boris Augurzky schlägt ein rotierendes Lagerungssystem vor, um das Verfallen von Medikamenten zu verhindern. Unterdessen räumte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann ein, dass es keine Mittel für den geplanten Notkeller in Köln gebe. Stattdessen regte er an, Bundesverteidigungsgelder zu nutzen.
Die städtischen Kliniken Kölns treiben dennoch ein zweistöckiges Kellerprojekt voran. Als Friedensparkhaus konzipiert, ließe es sich im Krisenfall in ein medizinisches Notfallzentrum umwandeln. Auch das Bergmannsheil arbeitet mit der Bundeswehr zusammen, um Personal in Katastrophenchirurgie zu schulen. Doch Mirko Aach, der ärztliche Direktor des Krankenhauses, warnt, dass die aktuellen Vorbereitungen bei Massenanfall von Verletzten – etwa nach einem Anschlag – möglicherweise nicht ausreichen.
Der Rückgang der Notfallinfrastruktur seit dem Kalten Krieg macht viele Krankenhäuser verwundbar. Ohne zusätzliche Mittel oder strukturelle Aufrüstungen bleibt ihre Fähigkeit, auf großflächige Krisen zu reagieren, begrenzt. Behörden und Medizinverantwortliche suchen weiterhin nach Lösungen, bevor mögliche Engpässe kritisch werden.
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