Kölner Zollamt meldet Rekordertrag von fast fünf Milliarden Euro für 2024
Kristiane DippelKölner Zollamt meldet Rekordertrag von fast fünf Milliarden Euro für 2024
Hauptzollamt Köln legt Jahresbericht 2024 vor: Rekordertrag und verstärkte Kontrollen
Das Hauptzollamt Köln hat seinen Jahresbericht für 2024 veröffentlicht und dabei beachtliche finanzielle und operative Erfolge bilanziert. Die Behörde erwirtschaftete fast fünf Milliarden Euro – ein beträchtlicher Teil davon stammte aus der Einfuhrumsatzsteuer. Zudem verzeichnete sie einen leichten Anstieg der Zollanmeldungen im Vergleich zum Vorjahr.
Im Jahr 2024 nahm das Kölner Zollamt rund 577 Millionen Euro an Verbrauch- und Verkehrsteuern ein. Die Einfuhrumsatzsteuer allein brachte etwa vier Milliarden Euro ein und bildete damit den Löwenanteil der Gesamteinnahmen. Gleichzeitig intensivierte die Behörde ihre Kontrollmaßnahmen: Im Kölner Raum und Umgebung beschlagnahmte sie Waren im Wert von rund 22 Millionen Euro.
Zollbeamte konfiszierten im Laufe des Jahres über 3,8 Millionen unversteuerte Zigaretten. Zudem spielten sie eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung des Drogenhandels – sie beschlagnahmten fast die Hälfte des in Deutschland sichergestellten Crystal Meth, insgesamt 115 Kilogramm. Die Finanzkontrollstellen weiteten ihre Aktivitäten aus: Sie prüften über 800 Arbeitgeber und leiteten mehr als 5.000 Ermittlungen wegen Schwarzarbeit ein. Dabei deckten sie Betrugsfälle auf, die dem Sozialversicherungssystem Schäden in Höhe von über 40 Millionen Euro zufügten.
Für die Zukunft plant das Hauptzollamt Köln eine Aufstockung des Personals. Am 1. September werden 109 neue Auszubildende ihren Dienst antreten, darunter angehende Beamte des mittleren und gehobenen Dienstes.
Das Hauptzollamt Köln zeigte sich 2024 sowohl in der Einnahmenerzielung als auch in der Strafverfolgung besonders leistungsfähig. Durch gezielte Steuererhebung, Beschlagnahmungen und Betrugsaufdeckung unterstreicht die Behörde ihre Bedeutung für den Schutz öffentlicher Gelder. Die Verstärkung durch neue Nachwuchskräfte wird die Arbeit in den kommenden Jahren zusätzlich unterstützen.
