Kontrollierte Sprengung des Kraftwerks Ibbenbüren steht am 22. Februar bevor

Christoph Döhn
Christoph Döhn
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Eine große Explosion in der Mitte eines Gebäudes mit Rauch, einer Wand im Hintergrund und Metallobjekten mit einer Tafel unten.Christoph Döhn

Kontrollierte Sprengung des Kraftwerks Ibbenbüren steht am 22. Februar bevor

Kontrollierte Sprengung des Kraftwerks Ibbenbüren am Sonntag, 22. Februar

Am Sonntag, dem 22. Februar, wird das Kraftwerk Ibbenbüren durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Dabei werden der Schornstein, die Rauchgasentschwefelungsanlage und die Entstickungsanlage zum Einsturz gebracht. Die Behörden haben strenge Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um die Anwohner zu schützen und einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Rund 190 Anwohner sowie 400 Bewohner der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) leben in der Sperrzone. Personen an bestimmten Adressen müssen bis 8:00 Uhr am Sprengtag ihre Wohnungen verlassen. Die Stadt hat für die ZUE-Bewohner eine Unterkunft in einer Sporthalle organisiert, während andere die Sprengung von einem Veranstaltungszentrum am Rand des abgesperrten Bereichs aus verfolgen können.

Straßen innerhalb und in der Nähe der Sperrzone werden gesperrt, Umleitungen sind eingerichtet. Einige Abschnitte bleiben bis 8:00 Uhr für den lokalen Verkehr unter der Regelung "Nur Anwohner" befahrbar. Zudem gilt ein Flugverbot: Drohnen dürfen sich am 22. Februar nicht innerhalb von 100 Metern um das Gelände bewegen.

Die Sprengung ist für etwa 11:00 Uhr geplant. Rund 120 Einsatzkräfte werden vor Ort sein, um die Maßnahmen zu koordinieren. Falls die Sicherheitskontrollen wie vorgesehen verlaufen, könnte das Sperrgebiet bereits ab 12:00 Uhr wieder freigegeben werden.

Bei Fragen steht ab 7:00 Uhr am Sonntag eine Hotline des Fachbereichs Recht, Ordnung und Bürgerdienste unter der Nummer +49 5451 931-3200 zur Verfügung.

Die Sprengung reiht sich in ähnliche kontrollierte Abrisse der vergangenen fünf Jahre in Deutschland ein. Zwischen 2021 und 2026 wurden auf diese Weise etwa fünf bis sieben Industrieanlagen und Kraftwerke – darunter Standorte in Bottrop, Hamburg und Berlin – abgerissen. Die Behörden streben an, die Maßnahme in Ibbenbüren sicher und effizient durchzuführen, um die Beeinträchtigungen für die Umgebung so gering wie möglich zu halten.

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