08 June 2026, 00:16

Kontrollierte Sprengung legt 116 Meter hohen Kühlturm in Gelsenkirchen-Scholven lahm

Uniper sprengt Kühlturm für wasserstoffbereites Kraftwerk in Scholven

Kontrollierte Sprengung legt 116 Meter hohen Kühlturm in Gelsenkirchen-Scholven lahm

Kühlturm des Kraftwerks Gelsenkirchen-Scholven durch kontrollierte Sprengung abgerissen

Am 6. September 2025 wurde ein gewaltiger Kühlturm des Kraftwerks Gelsenkirchen-Scholven durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Die 116 Meter hohe Konstruktion stürzte nach wochenlanger Vorbereitung ein – mit 60 Kilogramm Sprengstoff wurde ein präziser Kollaps sichergestellt.

Der Energiekonzern Uniper, der für den Abriss verantwortlich zeichnet, arbeitete eng mit den lokalen Behörden, der Stadt Gelsenkirchen und ansässigen Unternehmen zusammen, um die Sicherheitsvorkehrungen abschließend zu regeln. Eine 300 Meter große Sperrzone wurde eingerichtet, doch eine Evakuierung der Anwohner war nicht erforderlich.

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Der Abriss des Turms markiert einen wichtigen Schritt in der Umgestaltung des Kraftwerksgeländes. Die Demontage des Kohleblocks begann bereits im April 2024, und weitere Bauwerke – das Kesselhaus F und die REA-Anlage – sollen noch 2025 abgerissen werden. Dr. Martin Hein, bei Uniper für die Abrissarbeiten zuständig, bestätigte, dass weitere Sprengungen für 2026 geplant sind.

Uniper will die rund 11.000 Tonnen Betonschutt des Turms vor Ort recyceln. Auf dem freigeräumten Gelände soll langfristig ein wasserstofftaugliches Gaskraftwerk entstehen – ein Teil der Unternehmensstrategie hin zu einer klimafreundlicheren Energieinfrastruktur.

Die Sprengung verlief ohne Zwischenfälle und hielt sich strikt an die Sicherheitsvorschriften. Mit dem Abriss des Kühlturms setzt Uniper die Demontage des Geländes fort, um Platz für zukünftige Energieprojekte zu schaffen. Die nächsten Abrissphasen bleiben für 2025 und 2026 wie geplant terminiert.

Quelle