07 May 2026, 00:20

Kontrollierte Sprengung legt 280 Meter hohen Schornstein des Kraftwerks Gersteinwerk in Schutt und Asche

Schwarzes und weißes Foto einer Fabrik mit mehreren Gebäuden, einem hohen Turm und Rauch, der aus einem Schornstein aufsteigt, mit Text unten.

Explosion einer 280-Meter hohen Schornsteinanlage in einem Kraftwerk - Kontrollierte Sprengung legt 280 Meter hohen Schornstein des Kraftwerks Gersteinwerk in Schutt und Asche

Heute wird der 280 Meter hohe Schornstein des Kraftwerks Gersteinwerk in Werne durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Die Detonation ist für 11:00 Uhr geplant und markiert einen wichtigen Schritt im Rückbau des Standorts. Arbeiter haben die Konstruktion mit 140 Kilogramm modernem Dynamit präpariert, um einen sauberen Einsturz zu gewährleisten.

Der Schornstein gehörte einst zum kohlebefeuerten Teil des Kraftwerks Gersteinwerk, das 2019 stillgelegt wurde. Seither wird die Anlage schrittweise demontiert; der vollständige Rückbau soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Um den gezielten Fall des Schornsteins zu steuern, haben Ingenieure riesige Stahlkipplager installiert, die ihn sicher in die geplante Richtung lenken.

Während der Sprengung wird eine 400 Meter große Sicherheitszone um das Gelände eingerichtet. Die Geschichte des Standorts reicht weit zurück: Seit 1917 wurde hier Strom erzeugt – zunächst mit Kohle, später mit Erdgas.

Der Betreiber RWE hat langfristige Pläne für das Gelände. Geprüft wird der Bau eines neuen, wasserstofffähigen Gaskraftwerks mit einer Leistung von etwa 800 Megawatt. Zwar laufen die Planungen bereits, eine finale Investitionsentscheidung steht jedoch noch aus.

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Mit der Sprengung verschwindet eine der letzten großen Relikte aus der Kohleära des Kraftwerks Gersteinwerk. Sobald das Gelände geräumt ist, könnte hier eine moderne Energieanlage entstehen. Das Projekt spiegelt den anhaltenden Wandel in der deutschen Stromerzeugungsinfrastruktur wider.

Quelle