15 May 2026, 06:18

Landesregierung fördert freiwillige Rückkehr abgelehnter Asylbewerber mit neuen Hilfen

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der Personen zeigt, denen von 1990 bis 2016 in den Vereinigten Staaten Asyl gewährt wurde, mit begleitendem erklärendem Text.

Landesregierung fördert freiwillige Rückkehr abgelehnter Asylbewerber mit neuen Hilfen

Die Landesregierung drängt darauf, dass mehr abgelehnte Asylbewerber Deutschland freiwillig verlassen. Angesichts der hohen Kosten von Abschiebungen und des wachsenden politischen Drucks erweitern die Behörden die Unterstützung für diejenigen, die zur Rückkehr bereit sind. Zu den neuen Maßnahmen gehören erhöhte finanzielle Mittel und direkte Ansprache in Unterkünften, um humane und organisierte Ausreisen zu fördern.

Allein im vergangenen Jahr kostete ein Bundes-Charterflug nach Pakistan über 400.000 Euro – ein Beispiel für die immensen Ausgaben, die mit Zwangsabschiebungen verbunden sind. Nun setzen die Behörden auf freiwillige Rückkehren als effizientere Alternative. Integrationsministerin Josefine Paul kündigte 24,5 neue Beratungsstellen an, die Asylbewerber bei der Planung ihrer Ausreise unterstützen sollen.

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Einige Familien, wie die Demirs aus der Türkei, haben sich bereits für eine Rückkehr entschieden, noch bevor über ihre Asylanträge entschieden wurde. Die schlechten Lebensbedingungen in den staatlichen Unterkünften trieben sie zu dieser Entscheidung. Für ihre Rückkehr erhalten sie 6.000 Euro finanzielle Unterstützung – fast ein Jahresgehalt in Aserbaidschan.

Auch die Rückkehrberatung eröffnet neue Perspektiven. Mahammad Zeynalov, ein Aserbaidschaner, dessen Familie sich im Kreis Unna niedergelassen hatte, stand nach der Ablehnung seines Asylantrags vor der Abschiebung. Mit Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes bereitet er nun seine Rückkehr in die Heimat vor. Andere haben die Unterstützung genutzt, um mit dem bereitgestellten Geld in ihren Herkunftsländern Unternehmen zu gründen.

Mit dem Vorstoß für freiwillige Ausreisen will die Regierung Kosten senken und den Prozess für Familien erleichtern. Durch erweiterte Beratungsangebote und finanzielle Hilfen könnten mehr Asylbewerber den Weg der freiwilligen Rückkehr wählen – ohne Zwangsmaßnahmen. Im Mittelpunkt steht weiterhin, die Rückkehren so reibungslos und menschenwürdig wie möglich zu gestalten.

Quelle