Lebenslange Haft für Solingen-Attentäter Issa H. bestätigt
Ein deutsches Gericht hat das lebenslange Urteil gegen Issa H., den Täter des tödlichen Messerangriffs von Solingen im Jahr 2024, bestätigt. Der Bundesgerichtshof bestätigte das Urteil am Freitag, fast zwei Jahre nach der islamistisch motivierten Bluttat. Der Attentäter, der sich dem „Islamischen Staat“ (IS) verschrieben hatte, war wegen Mordes an drei Menschen und der Verletzung von acht weiteren auf einem Stadtfest schuldig gesprochen worden.
Am Abend des 23. August 2024 bewaffnete sich Issa H. mit einem 19 Zentimeter langen Küchenmesser und griff auf einem gut besuchten Fest in Solingen die Besucher an. Sein Ziel war es, so viele Menschen wie möglich zu töten – für ihn Symbole der westlichen Gesellschaft. Drei Menschen starben, acht weitere wurden schwer verletzt, bevor er flüchtete.
Die Polizei nahm Issa H. am folgenden Tag nach einer großangelegten Fahndung fest. Die Ermittlungen ergaben, dass er sich der IS-Ideologie angeschlossen und von anderen Mitgliedern der Gruppe zur Tat ermutigt worden war. Das Oberlandesgericht Düsseldorf verurteilte ihn später wegen dreifachen Mordes, neunfachen versuchten Mordes und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.
Das Gericht verhängte die höchste mögliche Strafe: lebenslange Haft ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung. Das nun rechtskräftige Urteil folgt einem Prozess, in dem seine Radikalisierung und die Planung des Anschlags untersucht wurden.
Der Angriff löste in Deutschland Bestürzung aus und befeuerte erneut die Debatte über Flüchtlings- und Asylpolitik. Issa H. wird für den Rest seines Lebens im Gefängnis bleiben – ohne Aussicht auf Freilassung. Der Fall zählt zu den schwerwiegendsten islamistischen Terrorurteilen des Landes in den vergangenen Jahren.






