LEG stoppt Heizungstausch in Münster – Mieter fürchten hohe Kosten durch Wärmepumpen
Kristiane DippelLEG stoppt Heizungstausch in Münster – Mieter fürchten hohe Kosten durch Wärmepumpen
LEG stoppt vorerst Modernisierung der Heizungen in Münster nach öffentlicher Kritik
Der Wohnungskonzern LEG hat seine Pläne zur Heizungsmodernisierung in Münster vorläufig gestoppt. Ursprünglich wollte das Unternehmen in vielen Mietwohnungen Gas-Etagenheizungen durch dezentrale Wärmepumpen ersetzen. Mieter müssen nun mit möglicherweise höheren Heizkosten rechnen.
In einem Münsteraner Wohnkomplex drohen Mietern nach der Umstellung auf Wärmepumpen deutlich steigende Heizkosten. Die betroffene Mieterin Ines Rodriguez erwartet, dass sich ihre jährliche Heizrechnung durch die Änderung um 806 Euro erhöht.
LEGs neues Preismodell sieht Kosten von 1,80 Euro pro Quadratmeter vor – ein Betrag, der die im Gebäudeenergiegesetz (GEG) festgelegte Obergrenze von 0,50 Euro deutlich übersteigt. Hauptgrund für den Anstieg ist die hohe monatliche Grundgebühr im Contracting-Modell.
Derzeit dürfen Vermieter ohne Ausschreibungsverfahren eigene Gesellschaften gründen, um die Installation und Wartung von Wärmepumpen zu organisieren. Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) unterstützt dieses Vorgehen – auch für Gewerbeimmobilien und Einfamilienhäuser. Der Deutsche Mieterbund hingegen fordert dringend gesetzliche Nachbesserungen, um solche Kostenexplosionen in Contracting-Verträgen zu verhindern.
Das GEG bietet Mietern keinen Schutz vor den steigenden Belastungen. LEGs Entscheidung, die Pläne vorerst auszusetzen, fällt in eine Phase zunehmender Kritik. Mieter und Verbraucherschützer suchen weiterhin nach Lösungen, um die finanziellen Folgen des Umstiegs auf Wärmepumpen abzufedern.






