Lünens Haushaltsentwurf 2026/2027: Höhere Steuern gegen die Finanzkrise

Kristiane Dippel
Kristiane Dippel
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Ausführlicher Grundrissplan des ehemaligen Kanzleramts mit zahlreichen Text- und LayoutangabenKristiane Dippel

Lünens Haushaltsentwurf 2026/2027: Höhere Steuern gegen die Finanzkrise

Die Stadt Lünen hat den Entwurf für ihren Haushalt 2026/2027 vorgestellt und strebt damit eine finanzielle Stabilisierung angesichts anhaltender haushaltspolitischer Herausforderungen an. Stadtkämmerer Dr. André Jethon präsentierte den Plan am 29. Januar 2026 dem Rat und erläuterte Maßnahmen, um den wachsenden finanziellen Druck zu bewältigen.

Die finanziellen Schwierigkeiten Lünens resultieren aus steigenden Sozialausgaben, vernachlässigter Infrastruktur, stagnierenden Steuereinnahmen und einer starken Abhängigkeit von Landeszuschüssen sowie Gewerbesteuern. Diese Probleme spiegeln die Kämpfe wider, mit denen viele andere deutsche Kommunen konfrontiert sind.

Um das Haushaltsdefizit zu verringern, sieht der Entwurf höhere Grundsteuern (Grundsteuer B) und eine Anhebung der Gewerbesteuer vor. Zudem ist eine Gewinnabführung mit dem städtischen Versorgungsunternehmen Teil des Plans. Lünen steht seit 2025 unter Haushaltssicherung und muss die Konsolidierungsbemühungen des Vorjahres fortsetzen.

Der Haushaltsentwurf sowie die Präsentation von Jethon sind online unter www.ourwebsite/budget einsehbar. Stand 30. Januar 2026 wurde der Name der für die kommunale Haushaltsaufsicht im Jahr 2026/2027 zuständigen Person noch nicht bekannt gegeben.

Der neue Haushalt zielt darauf ab, trotz der prekären Finanzlage Stabilität und planbare Rahmenbedingungen zu schaffen. Bei einer Verabschiedung werden die Maßnahmen die Ausgaben- und Einnahmenpolitik der Stadt für die kommenden zwei Jahre prägen.