25 March 2026, 10:15

Mega-Prozess um 280 Millionen Euro Steuerbetrug durch Cum-Ex-Deals beginnt in Siegburg

Schwarz-weiß-Zeichnung eines Gerichtssaals mit einer Gruppe von Menschen, die an einem unordentlichen Tisch sitzen, einige sehen ernst oder besorgt aus.

Mega-Prozess um 280 Millionen Euro Steuerbetrug durch Cum-Ex-Deals beginnt in Siegburg

In Siegburg bei Bonn hat ein großer Steuerhinterziehungsprozess gegen drei ehemalige Banker begonnen. Ihnen wird vorgeworfen, durch illegale Cum-Ex-Geschäfte Steuerausfälle in Höhe von rund 280 Millionen Euro verursacht zu haben. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht der Vorwurf, die Angeklagten hätten Steuern erstattet erhalten, die nie gezahlt wurden.

Der Prozess findet vor einer speziell errichteten Außenstelle des Landgerichts Bonn in Siegburg statt. Zwei der Angeklagten sind ehemalige Mitarbeiter der Privatbank M.M. Warburg, ein Dritter wird der Beihilfe beschuldigt. Die Staatsanwaltschaft wirft der Gruppe vor, durch Cum-Ex-Transaktionen – schnelle Aktiengeschäfte zur Ausnutzung von Steuererstattungslücken – betrügerisch Steuern zurückerlangt zu haben.

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Die Verhandlungen sollen mindestens 53 Verhandlungstage umfassen und voraussichtlich Mitte Dezember enden. Federführend ermittelt die Staatsanwaltschaft Köln, obwohl der Prozess in Siegburg stattfindet. Die Behörden deuten an, dass noch in diesem Jahr bis zu sieben weitere Anklagen folgen könnten.

Bei einer Verurteilung drohen den Angeklagten harte Strafen für ihre mutmaßliche Beteiligung an dem Betrug. Der Fall reiht sich in eine Serie laufender Ermittlungen zu Cum-Ex-Geschäften in ganz Deutschland ein. Die genauen finanziellen Auswirkungen solcher Machenschaften bleiben weiterhin unklar – allein in diesem Verfahren geht es um Steuerausfälle von 280 Millionen Euro.

Quelle