17 February 2026, 10:44

Möbelbranche in Deutschland kämpft ums Überleben: Drittes Krisenjahr in Folge

Ein altes Foto eines belebten Marktes in Stuttgart, Deutschland, mit zahlreichen Gebäuden, Menschen, Karren und verschiedenen Gegenständen, mit Text am unteren Rand des Bildes.

Kein guter Polster - anhaltender Einbruch in der Möbelindustrie - Möbelbranche in Deutschland kämpft ums Überleben: Drittes Krisenjahr in Folge

Deutschlands Möbelindustrie steckt im dritten Jahr in Folge in der Krise: Die Umsätze sinken weiter. Im Jahr 2025 brachen die Erlöse um 3,4 Prozent ein und lagen nur noch bei 15,8 Milliarden Euro. Der Sektor kämpft mit schwacher Nachfrage, wachsendem Wettbewerb und einer Welle von Insolvenzen.

Der Abwärtstrend setzte nach der COVID-19-Pandemie ein, als die Nachfrage nach Produkten wie Sofas und Esstischen bereits weitgehend gedeckt war. Die Märkte sättigten sich, viele Unternehmen sitzen seitdem auf überflüssigen Lagerbeständen. Gleichzeitig stiegen die Importe günstigerer asiatischer Möbel stark an und setzten heimische Hersteller – vor allem im Niedrigpreissegment – unter Druck.

Die wirtschaftliche Unsicherheit macht Verbraucherinnen und Verbraucher vorsichtiger. Größere Anschaffungen werden aufgeschoben, und die stagnierende Wohnungsbaukonjunktur führt dazu, dass weniger Menschen umziehen oder neue Wohnungen einrichten. Während der Küchenbereich noch vergleichsweise stabil bleibt, brachen die Verkäufe von Polstermöbeln und Wohnzimmer-Einrichtungen deutlich ein.

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Besonders betroffen ist Deutschland, das zwei Drittel der Branchenumsätze generiert. Viele Unternehmen stecken in finanziellen Schwierigkeiten, auch wenn die genauen Insolvenzzahlen noch unklar sind. Da die neue Bundesregierung kaum Unterstützung bietet, plant jedes dritte Unternehmen zu Beginn des Jahres 2026 Kurzarbeit, um die Kosten zu senken.

Eine Besserung der Lage ist nicht in Sicht. Schwache Nachfrage, ausländische Konkurrenz und ein lahmer Wohnungsmarkt belasten weiterhin die Umsätze. Ohne eine Erholung des Verbrauchervertrauens oder staatliche Hilfen drohen weitere Stellenstreichungen und Betriebsschließungen.