19 March 2026, 12:21

Moers bewahrt jüdisches Erbe und kämpft gegen Antisemitismus mit neuer Broschüre

Metallplatte an einer Gebäudewand mit hebräischer Schrift, wahrscheinlich ein Denkmal für die jüdische Gemeinde.

Moers bewahrt jüdisches Erbe und kämpft gegen Antisemitismus mit neuer Broschüre

Moers hat einen weiteren Schritt zur Bewahrung jüdischen Erbes und zur Bekämpfung von Antisemitismus unternommen. Bei einer kürzlichen Veranstaltung kündigte Bürgermeisterin Julia Zupancic ihre offizielle Schirmherrschaft über die örtliche Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit an. Gleichzeitig wurde die neue Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" vorgestellt, die die verblassende jüdische Geschichte der Stadt dokumentiert.

Die Gesellschaft engagiert sich seit Langem für den Dialog zwischen Christen und Juden in Moers und hat dafür bundesweite Anerkennung erhalten – darunter die renommierte Buber-Rosenzweig-Medaille, die jährlich in Frankfurt verliehen wird. Seit 1986, als der Moerser Heinz Kremers als Erster diese Ehrung erhielt, wurden rund 40 Persönlichkeiten – darunter auch Nikolaus Schneider – für ihr Wirken ausgezeichnet.

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Die neu erschienene Broschüre beleuchtet die wenigen noch sichtbaren Zeugnisse jüdischen Lebens in Moers und bietet historische Einblicke in die einst blühende jüdische Gemeinde der Stadt. Erhältlich ist sie für drei Euro in öffentlichen Einrichtungen in ganz Moers.

Bürgermeisterin Zupancic nutzte die Gelegenheit, um ihr Engagement für die Bewahrung der jüdischen Erinnerung zu bekräftigen. Sie betonte die Bedeutung des Kampfes gegen Antisemitismus und der Aufklärung jüngerer Generationen. Die Gesellschaft arbeitet bereits mit örtlichen Schulen zusammen, um Schülerinnen und Schüler in ihre Arbeit einzubinden.

Martin Behnisch-Wittig, der evangelische Vorsitzende des Vereins, beschrieb das Wachstum der Organisation als organisch und von der Gemeinschaft getragen. Die besondere Ausrichtung der Gruppe habe es ermöglicht, starke überregionale Netzwerke aufzubauen, so Behnisch-Wittig.

Die Veranstaltung markierte den Beginn der offiziellen Unterstützung durch Bürgermeisterin Zupancic. Mit der neuen Broschüre und den laufenden Bildungsinitiativen setzt die Gesellschaft ihre Arbeit für die Bewahrung der jüdischen Vergangenheit Moers' fort. Die Buber-Rosenzweig-Medaille bleibt dabei ein Symbol für das langjährige Engagement der Stadt im christlich-jüdischen Dialog.

Quelle