Mönchengladbach leuchtet orange gegen Gewalt an Frauen am 25. November

Nina Pohl
Nina Pohl
2 Min.
Ein gro├če orange Geb├Ąude an einer Stra├čenkreuzung mit Fahrzeugen, Radfahrern, Stra├čenmasten, Lichtern und Signalen, umgeben von B├Ąumen und B├╝schen unter einem bew├Âlktem Himmel.Nina Pohl

Mönchengladbach leuchtet orange gegen Gewalt an Frauen am 25. November

Mönchengladbach begeht am 25. November den "Orange Day" gegen Gewalt an Frauen

Am 25. November macht Mönchengladbach mit dem "Orange Day" auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam. Ab 17 Uhr beginnt die Veranstaltung am Minto, unterstützt vom örtlichen Weißer-Ring-Verein. Im gesamten Stadtgebiet – darunter auch das neue Dach des Bahnhofsvorplatzes – werden Gebäude in Orange beleuchtet, um ein Zeichen gegen die Gewalt zu setzen.

Der Weißer Ring in Mönchengladbach spielt eine zentrale Rolle bei der Unterstützung von Gewaltopfern. Allein in den ersten zehn Monaten des Jahres 2023 wandten sich rund 80 Frauen aus der Region an die Organisation, nachdem sie Misshandlungen erlebt hatten – oft sexualisierte oder häusliche Gewalt. Viele suchten in ihrer Verzweiflung Hilfe, um sich und ihre Kinder vor weiterer Gefahr zu schützen.

Elke Bongartz leitet die lokale Geschäftsstelle und bietet Betroffenen unbürokratische, kostenlose und vor-Ort-Hilfe. Ihre Stellvertreterin Antje Heymanns kümmert sich um Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung. Beide waren kürzlich zu Gast im Stadtgespräch, um über die Arbeit der Organisation zu informieren. Beim "Orange Day" wird der Weißer Ring mit einem Infostand vertreten sein, präventive Maßnahmen vorstellen und über Hilfsangebote aufklären. Gleichzeitig sucht der Verein dringend weitere Ehrenamtliche, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Weitere Informationen gibt es auf der Website unter https://moenchengladbach-nrw-rheinland.weisser-ring.de.

Ziel der Aktion ist es, das Bewusstsein für das Thema zu schärfen und Betroffene mit wichtigen Anlaufstellen zu vernetzen. Der Mönchengladbacher Weißer Ring leistet weiterhin direkte Hilfe – doch um die Arbeit langfristig aufrechterhalten zu können, werden zusätzliche Freiwillige gebraucht. Die orange erleuchteten Wahrzeichen der Stadt sollen als sichtbares Mahnmal im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt stehen.