Mönchengladbachs Schulen kämpfen mit maroden Hallen und überfüllten Klassen
Kristiane DippelMönchengladbachs Schulen kämpfen mit maroden Hallen und überfüllten Klassen
Ausschuss für Schul- und Gebäudemanagement in Mönchengladbach berät über dringende Schulinfrastrukturprobleme
Der Ausschuss für Schul- und Gebäudemanagement (ASG) in Mönchengladbach kam zusammen, um akute Herausforderungen bei der Schulinfrastruktur zu bewältigen. Ein zentraler Punkt war die Notinstandsetzung der Turnhalle der Nelson-Mandela-Gesamtschule, die mit Kosten in Höhe von 912.273 Euro verbunden ist. Zudem wurden neue Baustandards sowie die Herausforderungen bei der Schüleraufnahme an den örtlichen Schulen diskutiert.
Einstimmige Zustimmung für Turnhallensanierung – doch nur als Übergangslösung Der ASG stimmte einstimmig für die Finanzierung der Reparaturarbeiten an der Turnhalle der Nelson-Mandela-Gesamtschule. Finanzdezernent Thore Eggert betonte, dass es sich dabei lediglich um eine vorübergehende Lösung handele, nicht um eine vollständige Sanierung. Schulleiter Dieter Will hingegen zweifelte die Schwere der Mängel an und sprach sich gegen eine Schließung der Einrichtung aus.
Darüber hinaus wurde der aktuelle Stand der laufenden Sanierung derselben Schule erörtert, die nun unter einer neuen Projektleitung steht und mit einem aktualisierten Zeitplan umgesetzt wird. Erste Überlegungen zum Abriss und Neubau der Paffrather Gemeinschaftsgrundschule wurden ebenfalls kurz angesprochen.
Streit um neue Baustandards: Zu teuer, zu streng? Eine hitzige Debatte entbrannte über die vorgeschlagenen "Standards für den Bau und die Sanierung von Gymnasien". Kritikpunkte waren vor allem die steigenden Kosten und übermäßig strenge Vorgaben. Eine Entscheidung wurde vertagt, und die Verwaltung wurde aufgefordert, den Entwurf mit weniger Auflagen zu überarbeiten.
Repräsentant Bertenrath warnt vor strukturellen Problemen an weiterführenden Schulen Felix Bertenrath, Vertreter im Ausschuss, wies auf übergeordnete Herausforderungen hin, mit denen die weiterführenden Schulen konfrontiert sind. Dazu zählen die ungleiche Verteilung von Schülern mit Sprachförderbedarf, wachsende Klassengrößen sowie Verkehrsprobleme in der Umgebung der Schulstandorte. Besonders betroffen sind vier Realschulen in Mönchengladbach, wo die Klassen aufgrund steigender Schülerzahlen mittlerweile bis zu 27 Kinder umfassen – darunter bis zu drei mit sonderpädagogischem Förderbedarf aus Overath und Rösrath.
Fazit: Notfallreparatur wird umgesetzt, Baustandards vorerst auf Eis Die dringende Turnhallensanierung wird zwar als kurzfristige Maßnahme vorangetrieben, doch die Einführung neuer Baustandards wurde verschoben – man wartet auf eine vereinfachte Version. Die Schulen im Kreis bleiben derweil unter Druck: durch wachsende Klassen und logistische Engpässe.






