"Monsters Paradise" polarisiert bei Hamburger Uraufführung im Februar 2026
Horst-Dieter Gertz"Monsters Paradise" polarisiert bei Hamburger Uraufführung im Februar 2026
Ein mutiges neues Opernwerk: Monsters Paradise feiert Premiere in Hamburg
Am 1. Februar 2026 erlebte die Oper Monsters Paradise in Hamburg ihre Uraufführung – ein kühnes Werk, das die Musik von Olga Neuwirth mit dem Libretto von Elfriede Jelinek verbindet und damit an der Hamburgischen Staatsoper eine neue Ära einläutete. Gleichzeitig gewinnt eine prominente Petition zur Rettung des Lateinunterrichts an Fahrt, unterstützt von Nobelpreisträgern und Kulturschaffenden.
Die Weltpremiere von Monsters Paradise fand unter der Regie von Tobias Kratzer an der Hamburgischen Staatsoper statt. Die Bühnenbilder stammten von Rainer Sellmaier, während das Staatsorchester unter der Leitung von Titus Engel spielte. Georg Nigl führte das Ensemble in dieser opernhaften Groteske an, die vom neuen Intendanten des Hauses als Auftakt seiner Amtszeit ausgewählt worden war. Die Kritiken fielen gespalten aus: Gelobt wurde die Inszenierung, während Musik und Text auf Skepsis stießen.
Die Uraufführung fiel zusammen mit einer wachsenden Kampagne zur Verteidigung des Lateinunterrichts an Schulen. Eine Petition mit dem Titel "Latein ist kein Luxus – es ist Bildung" hat bereits die Unterstützung von drei Nobelpreisträgern gefunden, darunter Peter Handke. Zu den Unterzeichnern zählen zudem Elfriede Jelinek, der Physiker Anton Zeilinger, renommierte Mediziner, Theaterstars und Politiker. Die Initiative wirbt um weitere Unterschriften auf aufstehn.at.
Die Rezeption der Oper unterstrich einmal mehr Österreichs künstlerische Tradition und festigte den Ruf des Landes als Hort innovativer Kultur. Bis Anfang Februar 2026 wurden jedoch noch keine weiteren internationalen Produktionen von Monsters Paradise angekündigt.
Während die Hamburger Premiere der Oper unter Kritikern kontroverse Diskussionen auslöste, gewinnt die Petition für den Erhalt des Lateinunterrichts weiterhin einflussreiche Fürsprecher. Beide Ereignisse verdeutlichen die anhaltende Spannung zwischen Tradition und Moderne in der Kultur. Bisher sind keine zusätzlichen Aufführungen der Oper im Ausland geplant.






