30 December 2025, 06:36

Mordprozess in Bonn: Ex-Partner soll sehbehinderte Frau erstochen haben

Eine Waffe liegt auf einem Buch, mit Papieren, auf denen Text steht, drumherum verstreut.

Mordprozess in Bonn: Ex-Partner soll sehbehinderte Frau erstochen haben

Ein 45-jähriger Mann aus Hennef steht seit dieser Woche vor dem Landgericht Bonn, wo ihm vorgeworfen wird, seine 42-jährige Ex-Partnerin in Troisdorf ermordet zu haben. Die Frau, die stark sehbehindert war, wurde in ihrer eigenen Wohnung mindestens zehnmal erstochen. Mit einem Urteil wird erst im kommenden Jahr gerechnet.

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Die Tat ereignete sich an einem Samstagmorgen im Juli 2024. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, ein Metzgermesser verwendet zu haben, das später in der gemeinsamen Wohnung gefunden wurde. Das Opfer, das fast blind war, hatte keinerlei Möglichkeit, sich zu wehren oder den Angriff vorherzusehen.

Nach der Messerattacke alarmierte der Beschuldigte selbst den Rettungsdienst. Die Frau wurde noch ins Krankenhaus gebracht, erlag dort jedoch kurz nach der Ankunft ihren Verletzungen. Das Gericht stuft die Tat als heimtückischen Mord ein – ein Vorwurf, der mit einer möglichen lebenslangen Freiheitsstrafe verbunden ist. Den Vorsitz im Prozess führt Richter Jens Rausch am Bonner Schwurgericht. Das Motiv des Angeklagten ist weiterhin unklar; die Verhandlung dauert an. Der Fall sorgt besonders wegen der Schutzbedürftigkeit des Opfers und der brutalen Gewaltanwendung für Aufsehen.

Die Verhandlungen ziehen sich hin und werden voraussichtlich bis ins nächste Jahr andauern. Die Entscheidung wird zeigen, ob der Angeklagte wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wird. Der Fall unterstreicht die dramatischen Ausmaße von Gewalt gegen Frauen – insbesondere gegen solche mit Behinderungen.