Mülheimer Seniorin fällt auf perfide Girokonto-Betrüger herein und verliert Vermögen

Horst-Dieter Gertz
Horst-Dieter Gertz
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Eine alte Visitenkarte mit der Aufschrift "John Moore Chymist and Druggist" darauf.Horst-Dieter Gertz

Mülheimer Seniorin fällt auf perfide Girokonto-Betrüger herein und verliert Vermögen

Betrugsopfer aus Mülheim verliert sechsstelligen Betrag nach perfider Girokonto-Masche

Eine ältere Frau aus Mülheim hat einen sechsstelligen Geldbetrag verloren, nachdem Betrüger sich in einem ausgeklügelten Telefonbetrug als Sicherheitsmitarbeiter ausgegeben hatten. Die Kriminellen überredeten sie zur Überweisung, indem sie behaupteten, ihr Girokonto sei für betrügerische Kryptowährungstransaktionen missbraucht worden. Der Vorfall unterstreicht die wachsende Gefahr von Finanzbetrug, der gezielt ältere oder schutzbedürftige Personen ins Visier nimmt.

Der Betrug begann, als die Geschädigte eine Push-Nachricht auf ihrem Smartphone erhielt – scheinbar von ihrer Handels-App. Darin wurde sie aufgefordert, eine bestimmte Telefonnummer anzurufen. Am anderen Ende der Leitung gab sich ein Betrüger als Sicherheitsbeauftragter aus und behauptete, ihr Girokonto sei durch unautorisierte Kryptogeschäfte kompromittiert worden.

Im Verlauf eines langen Telefonats überredete der Hochstapler die Frau, eine Fernwartungssoftware herunterzuladen. Sobald diese installiert war, übernahm der Betrüger die Kontrolle über ihren Computer und leitete sie an, sich in ihr Bankkonto einzuloggen. Auf seine Anweisung hin überwies sie eine hohe Summe auf ein Konto, das sie für ein "sicheres Treuhandkonto" hielt.

Erst nach dem Gespräch kamen der Frau Zweifel, woraufhin sie die Polizei kontaktierte. Die Behörden bestätigten später den Betrug und warnten die Öffentlichkeit, verdächtige Anrufe stets über die offiziellen Kontaktdaten der eigenen Bank zu überprüfen.

Der Fall reiht sich in eine besorgniserregende Entwicklung ein: Allein im vergangenen Jahr deckten Steuerfahnder in Nordrhein-Westfalen rund 720 Betrugsfälle im Zusammenhang mit gefälschten Corona-Testzentren auf. Über 500 davon entfielen auf Bochum und Essen – ein deutliches Zeichen für die Anfälligkeit der Region für Finanzkriminalität.

Die Polizei rät dringend davon ab, persönliche oder finanzielle Daten an unbekannte Anrufer weiterzugeben. Zudem sollte keine Software aus unsicheren Quellen installiert oder Fernzugriff auf Geräte gewährt werden. Opfer ähnlicher Betrugsmaschen werden aufgefordert, Vorfälle umgehend zu melden, um weitere Schäden zu verhindern.

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