Münster und Polizei starten gemeinsame Initiative für mehr Zusammenhalt in Problemvierteln
Nina PohlMünster und Polizei starten gemeinsame Initiative für mehr Zusammenhalt in Problemvierteln
Münster startet langfristige Partnerschaft zwischen Stadtverwaltung und Polizei für mehr Zusammenhalt in benachteiligten Stadtteilen
Unter dem Titel „Demokratie stärken“ haben die Stadt Münster und die Polizei eine neue, langfristige Kooperation ins Leben gerufen, um den Zusammenhalt in sozial besonders herausgeforderten Vierteln zu fördern. Das Vorhaben zielt darauf ab, Probleme wie hohe Arbeitslosigkeit und Kinderarmut durch gemeinsames Handeln zu bekämpfen. Oberbürgermeister Markus Lewe und Polizeipäsidentin Alexandra Dorndorf unterzeichneten die Vereinbarung am 1. September 2023 offiziell.
Die Initiative knüpft an die Erfolge des Projekts „Coerde Zukunft“ im Stadtteil Coerde an. Kathrin Freund, die dieses Projekt geleitet hatte, übernimmt nun die Leitung der stadtweiten Zusammenarbeit. Geplant sind präventive Maßnahmen wie Sportveranstaltungen und Dialogforen, die in Abstimmung mit lokalen Akteuren entwickelt werden, um Integration und bürgerschaftliches Engagement zu fördern.
Aktionstage sollen sich konkreten Anliegen widmen – etwa Lärmbelästigung, Müllentsorgung und Sicherheit. Zudem finden regelmäßig Stadtteilspaziergänge statt, bei denen Anwohner:innen zusammenkommen, um Bedarfe zu ermitteln und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Stadt und Polizei arbeiten bereits unter dem Motto „Vor Ort Gesicht zeigen – Demokratie stärken“ mit weiteren Partnern zusammen.
Interessierte Bürger:innen und Organisationen können sich für nähere Informationen an die Stadtverwaltung oder die Polizei wenden.
Das Vorhaben soll das bewährte Coerde-Modell auf ganz Münster ausweiten und den Fokus auf die Förderung demokratischer Teilhabe in sozial und wirtschaftlich benachteiligten Gebieten legen. Die Vereinbarung besiegelt das formelle Bekenntnis zu einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen Behörden und Bürgerschaft.
