Münsters Stadtrat stimmt über Umbenennung kolonial belasteter Straßen ab
Münsters Stadtrat stimmt über Umbenennung kolonial belasteter Straßen ab
Der Stadtrat von Münster wird in Kürze über die Umbenennung zweier Straßen entscheiden, die mit Deutschlands kolonialer Vergangenheit verbunden sind. Im Mittelpunkt der Debatte stehen der Lüderitzweg und der Woermannweg im Stadtteil Gremmendorf, die nach Persönlichkeiten benannt sind, die mit rassistischen Ideologien und Gräueltaten in Verbindung stehen. Die Abstimmung über das Thema findet am 9. Dezember 2025 statt – nach Jahren öffentlicher Diskussionen und behördlicher Prüfung.
Die Initiative zur Umbenennung der Straßen begann zwischen 2020 und 2025, als mehrere Petitionen auf die problematischen Hinterlassenschaften von Adolf Lüderitz und Adolph Woermann hinwiesen. Beide Männer vertraten aggressiv kolonialistische und rassistische Ansichten und waren direkt am Völkermord an den Herero und Nama in den Jahren 1904 bis 1908 beteiligt. Die Straßen wurden zudem während der NS-Zeit benannt, was die historische Brisanz zusätzlich verschärft.
Im März 2025 nahm an einer Informationsveranstaltung mehr als die Hälfte der Anwohner:innen teil, wobei sich die Meinungen fast gleichmäßig zwischen Befürwortern und Gegnern einer Umbenennung spalteten. Die Stadtverwaltung führte daraufhin eine eigene Bewertung durch und kam zu dem Schluss, dass die Straßennamen nicht mehr mit den Richtlinien Münsters für öffentliche Ehrungen vereinbar seien. Ihre Empfehlung, beide Straßen umzubenennen, wurde schließlich vom Bezirksrat Südost offiziell übernommen. Die Entscheidung ist Teil eines umfassenderen Vorhabens der Stadt, sich mit ihrer kolonialen Geschichte auseinanderzusetzen. Bereits 2023 hatte der Stadtrat die Mitverantwortung Deutschlands für koloniale Ungerechtigkeiten öffentlich anerkannt und diese Anerkennung in die städtische Erinnerungskultur eingebettet.
Die endgültige Abstimmung am 9. Dezember 2025 wird darüber entscheiden, ob der Lüderitzweg und der Woermannweg umbenannt werden. Bei einer Zustimmung würde die Änderung Münsters fortlaufende Aufarbeitung der historischen Verstrickungen in den Kolonialismus widerspiegeln. Das Ergebnis folgt zudem den Erkenntnissen der Verwaltung sowie den in den vergangenen Jahren gesammelten öffentlichen Stellungnahmen.
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