23 December 2025, 10:47

Nach 85 Jahren: Kölns Großmarkt schließt

Ein belebter Einkaufsmarkt mit Menschen vor einem Einkaufszentrum, einem schwarzen Pfahl mit Lichtern, einem Fahrrad daneben und einer Richtungstafel an der Wand.

Nach 85 Jahren: Kölns Großmarkt schließt

Nach 85 Jahren: Kölner Großmarkt schließt seine Pforten

Ein Stück Tradition geht zu Ende: Nach 85 Jahren schließt der Großmarkt im Kölner Stadtteil Raderberg.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
  1. Dezember 2025, 06:07 Uhr

Nach 85 Jahren Betrieb schließt der historische Kölner Großmarkt im Stadtteil Raderberg seine Tore. Der einstige Dreh- und Angelpunkt für Händler und Gastronomen wird bis Ende des Jahres endgültig dichtmachen. Das riesige, etwa 20 Fußballfelder große Gelände soll bald dem neuen Wohn- und Büroprojekt Parkstadt Süd weichen.

Das Aus für den Großmarkt markiert das Ende einer Ära für den Kölner Großhandel. Jahrzehntelang waren viele Händler auf den Markt angewiesen, doch die Bemühungen, die Gemeinschaft zusammenzuhalten, scheiterten. Nevzat Taşkıran, langjähriger Händler und Geschäftsführer von Birkenheyer, setzte sich für einen gemeinsamen Umzug an einen neuen Standort ein. Doch die meisten zögerten – am Ende blieb nur eine kleine Gruppe, die bereit war, mitzuziehen.

Taşkıran und einige andere sicherten sich ein Lager auf der rechten Rheinseite. Dort wird es jedoch nur ein begrenztes Sortiment geben – weit weniger als auf dem ursprünglichen Großmarkt. Folglich müssen Händler und Gastronomen künftig quer durch Köln fahren, um ihre Betriebe vollständig zu beliefern. Pläne für einen Ersatz-Großmarkt in der Stadt zerschlugen sich: Investoren zeigten kaum Interesse, und die städtische Unterstützung wurde zurückgefahren. Ohne Alternative wird die Umwandlung des Geländes in die Parkstadt Süd voranschreiten, die Wohnungen und Büros in das Viertel bringen soll.

Die Schließung des Großmarkts lässt die Händler mit weniger Bezugsquellen zurück. Das neue Lager bietet zwar etwas Entlastung, doch das eingeschränkte Angebot zwingt die Betriebe zum Umdenken. Mit Jahresende geht die 85-jährige Geschichte des Großmarkts als zentraler Handelsplatz offiziell zu Ende.