24 June 2026, 00:16

Neue Betrugsmasche: Wie Kriminelle mit Cybertrading ahnungslose Anleger abzocken

Bonn Polizei warnt erneut vor Online-Investment-Betrug

Neue Betrugsmasche: Wie Kriminelle mit Cybertrading ahnungslose Anleger abzocken

Ermittler der Kriminalinspektion 23 warnen vor einer zunehmenden Betrugsmasche, die als „Cybertrading-Betrug“ oder „Handelsbetrug“ bekannt ist. Die Täter nehmen dabei meist über soziale Medien oder Online-Werbung Kontakt zu potenziellen Anlegern auf. Sie überreden ihre Opfer, zunächst kleinere Beträge zwischen 250 und 500 Euro zu investieren – unter dem Vorwand außergewöhnlich hoher Renditen.

Anschließend fälschen die Betrüger scheinbar beeindruckende Gewinne, um die Opfer dazu zu bringen, weitere Gelder zu überweisen. In den meisten Fällen kommt es jedoch nie zu einer Auszahlung. Stattdessen werden die Geschädigten unter Druck gesetzt, noch mehr zu investieren oder zusätzliche Gebühren zu zahlen, um an ihre vermeintlichen Erträge zu gelangen.

Erst kürzlich wurde ein Mann aus Bonn Opfer eines solchen Betrugs: Nach einer Online-Werbung hatte er in Kryptowährungen investiert, doch die Handelsplattform war plötzlich nicht mehr erreichbar. Daraufhin erstattete er Anzeige bei der Polizei.

Die Behörden raten zur Vorsicht. Alarmzeichen sind etwa unaufgeforderte Anlageangebote, die Bitte um Fernzugriff auf den Computer oder die Abfrage sensibler persönlicher oder finanzieller Daten. Zudem sollte vor Geldtransfers stets die Seriosität der Handelsplattform überprüft werden.

Wer den Verdacht hat, Ziel einer solchen Masche geworden zu sein, wird aufgefordert, sich umgehend bei der örtlichen Polizei zu melden. Weitere Hinweise und Präventionstipps finden sich auf den Websites des Landeskriminalamts NRW und der Polizeilichen Kriminalprävention. Die Warnungen sollen helfen, solche Betrugsversuche rechtzeitig zu erkennen und sich davor zu schützen.

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