11 April 2026, 04:15

Neue Erkenntnisse zur jüdischen Flucht aus Duisburg nach 1986

Altes Buch mit hebräischer Schrift auf einem schwarzen Hintergrund, beschriftet mit "Jüdisches Pessach-Seder"

Neue Erkenntnisse zur jüdischen Flucht aus Duisburg nach 1986

Am 13. November 2023 stellt Johanna Ritzel ihre Masterarbeit über die Flucht und Auswanderung der jüdischen Gemeinde Duisburgs vor. Die Veranstaltung markiert die erste systematische Untersuchung zu diesem Thema seit fast vier Jahrzehnten. Ihre Erkenntnisse beleuchten, wie viele Bewohner:innen die Stadt verließen, wann die Hauptwellen der Abwanderung stattfanden und welche persönlichen Schicksale hinter diesen Entscheidungen standen.

Die Präsentation beginnt um 18:15 Uhr in der "DenkStätte" im Duisburger Stadtarchiv. Ritzels Forschung dokumentiert individuelle Biografien und bietet einen detaillierten Einblick in die Erfahrungen jüdischer Männer und Frauen während der Vertreibungsphasen. Im Mittelpunkt ihres Vortrags stehen Fragen nach dem Zeitpunkt der Abreise und der schwierigen Entscheidung zwischen Bleiben und Gehen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Veranstaltung ist öffentlich zugänglich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei. Allerdings ist die Teilnehmerzahl auf maximal 60 Personen begrenzt. Die Studie knüpft an die letzte große Dokumentation zu diesem Thema an, die 1986 erstellt wurde.

Ritzels Arbeit liefert eine längst überfällige Aktualisierung zu einer prägenden Epoche der Duisburger Geschichte. Durch die Auswertung persönlicher Zeugnisse und übergeordneter Migrationsmuster wirft die Forschung Licht auf ein zentrales Thema der Vergangenheit – und eines, das bis heute relevanz besitzt. Die Ergebnisse werden in einem öffentlichen Rahmen präsentiert, um eine breitere Diskussion über diese historischen Bewegungen zu ermöglichen.

Quelle