05 April 2026, 00:21

Neue Freiluft-Vitrine verwandelt Brunnenhof des Mönchengladbacher Münsters in Kunstort

Eine Gruppe von Menschen steht auf dem Boden eines renovierten Gebäudes, mit einer Tafel, die Finanzierungsquellen auflistet, einem Zaun, Säulen, Deckenleuchten und einem Schild, das besagt: "Die Renovierung von Millbank im Jahr 2013 wurde ermöglicht durch Zuschüsse der Monument- und Linbury-Stiftungen zum Gedächtnis an Simon Sainsbury."

Neue Freiluft-Vitrine verwandelt Brunnenhof des Mönchengladbacher Münsters in Kunstort

Neue Freiluft-Vitrine bereichert den Brunnenhof des Mönchengladbacher Münsters

Bald ziert eine neue Außenvitrine den Brunnenhof des Mönchengladbacher Münsters. In dem schützenden Gehäuse wird Schrein für die Unscheinbaren (Schrein für das Unauffällige), ein Werk der Künstlerin Angela Bulloch, seinen Platz finden. Ermöglicht durch eine rechtzeitige Spende, soll das Projekt den Standort aufwerten und zugleich ein unerwartetes Geschenk an die Münsterbauvereinigung bewahren.

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Anne Baus, Vorsitzende der Bauvereinigung, bezeichnete die Entwicklung als "glücklichen Zufall". Gleichzeitig deutete sie weitere Pläne an, um mehr Besucher anzulocken – darunter verlängerte Öffnungszeiten und eine Neugestaltung der Schatzkammer.

Die Idee für die Vitrine entstand, nachdem die Vereinigung eine anonyme Kunstspende erhalten hatte. Während der Name des Künstlers oder der Künstlerin bis zum frühen nächsten Sommer noch geheim bleibt, wird das Werk in dem neu errichteten Freiluft-Schrein eine dauerhafte Heimat finden. Die Volksbank Mönchengladbach spielte dabei eine Schlüsselrolle, indem sie mehrere hunderttausend Euro für die Umgestaltung des Brunnenhofs bereitstellte.

Franz D. Meurers, Vertreter der Bank, lobte das Engagement der ehrenamtlichen Helfer der Münsterbauvereinigung. Ihre Geduld und ihr Feingefühl hätten den Innenhof zu einem lebendigen öffentlichen Ort verwandelt, so Meurers. Das kürzlich veranstaltete Picknick stieß auf positive Resonanz, und Baus kündigte für die kommenden Monate weitere musikalische Veranstaltungen an.

Um die Besucherbindung zu stärken, stellten Baus und Maria Krichel-Oberliessen ein besonderes Gutscheinsystem vor: Spender können im Gegenzug geführte Touren durch das Münster oder den Brunnenhof buchen. Zudem verwies Baus auf geplante Vortragsreihen und die modernisierte Schatzkammer, die den Komplex noch einladender gestalten sollen.

Der Brunnenhof zieht bereits jetzt große Besuchermengen an, und Baus hofft, den Wochenendzugang bald ausweiten zu können. Mit der Installation des Schreins und den laufenden Verbesserungen soll der Ort für Einheimische und Touristen noch attraktiver werden.

Die Freiluft-Vitrine wird im nächsten Sommer eröffnet und dann Bullochs Werk zusammen mit der geheimnisvollen Spende präsentieren. Durch die Förderung der Volksbank und das ehrenamtliche Engagement konnte das Projekt realisiert werden, während neue Initiativen wie Gutscheine und Vorträge das Besucherinteresse langfristig sichern sollen. Die Pläne der Münsterbauvereinigung deuten darauf hin, dass die Rolle des Brunnenhofs als kultureller Mittelpunkt erst beginnt.

Quelle