Neue Gemeinschaftsübersetzer:innen brechen Sprachbarrieren in der Stadt
Kristiane DippelNeue Gemeinschaftsübersetzer:innen brechen Sprachbarrieren in der Stadt
Eine neue Gruppe von Gemeinschaftsübersetzerinnen und -übersetzern hat ihre Ausbildung beim Kommunalen Integrationszentrum erfolgreich abgeschlossen. Das Programm, das nun bereits im sechsten Jahr läuft, bereitet ehrenamtliche Kräfte darauf vor, in zentralen öffentlichen Dienstleistungen zu unterstützen. Ihre Arbeit soll helfen, Sprachbarrieren in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Bildung und soziale Unterstützung in der Stadt zu überwinden.
Der Qualifizierungskurs umfasste mehr als 40 Stunden und vermittelte essenzielle Fähigkeiten wie interkulturelle Kommunikation und professionelle Dolmetschtechniken. Voraussetzung für die Teilnahme war muttersprachliches Niveau in der jeweiligen Herkunftssprache sowie mindestens Deutschkenntnisse auf B2-Niveau. Viele der Übersetzerinnen und Übersetzer verfügen über Hochschulabschlüsse in Fächern wie Biologie, Chemie oder Medizin und bringen so fachspezifisches Wissen in ihre Tätigkeit ein.
Die frisch ausgebildeten Übersetzer bieten nun Unterstützung in 14 Sprachen an, darunter Arabisch, Aserbaidschanisch, Bosnisch und Englisch. Sie engagieren sich ehrenamtlich – oft neben einem Vollzeitjob und familiären Verpflichtungen – und stehen städtischen Behörden, Beratungsstellen und lokalen Vereinen zur Seite. Michael Rüscher, ein Vertreter des Programms, betonte, wie Übersetzer Vertrauen aufbauen und Missverständnisse in kritischen Situationen verringern. Das Kommunale Integrationszentrum führt die Initiative seit 2018 durch und konnte sein Team an Ehrenamtlichen fast jedes Jahr erweitern. Die aktuelle Gruppe stellt bereits die sechste Generation von Absolventen dar und unterstreicht die nachhaltige Wirkung des Programms.
Die Übersetzer werden nun dort kostenlose Sprachhilfe leisten, wo sie am dringendsten benötigt wird. Ihr Fachwissen wird den Zugang zu wichtigen Dienstleistungen für nicht deutschsprachige Mitglieder der Gemeinschaft verbessern. Das Programm wächst weiterhin und festigt so seine Rolle bei den lokalen Integrationsbemühungen.






