Neuer Atommüll-Transport von Jülich nach Ahaus steht unter Hochsicherheit
Nina PohlNeuer Atommüll-Transport von Jülich nach Ahaus steht unter Hochsicherheit
Ende März 2026 soll ein neuer Transport von Atommüll von Jülich nach Ahaus rollen. Bei der Lieferung handelt es sich um Brennelemente aus einem stillgelegten Forschungsreaktor, die unter strengen Sicherheitsvorkehrungen befördert werden. Die Behörden haben bereits eine Flugverbotszone für Drohnen entlang der geplanten Strecke verhängt, um Risiken durch mögliche Proteste oder Angriffe zu minimieren.
Das Überflugverbot gilt vom 20. bis 27. März 2026 und umfasst Autobahnen zwischen Jülich und dem Zwischenlager in Ahaus. Die genauen Angaben zur Sperrzone waren zeitweise auf der Digitalen Plattform für Unbemannte Luftfahrt (dipul.de) des Bundesverkehrsministeriums einsehbar, bevor sie wieder entfernt wurden. Die exakten Transportrouten bleiben jedoch als Verschlusssache eingestuft.
Frühere Castor-Transporte erforderten einen massiven Polizeieinsatz: Rund 4.500 Beamte sicherten die Strecke ab, wie die Gewerkschaft der Polizei (GdP) berichtet. Die Begleitung übernahm damals die Polizei Münster, die Kosten trug Nordrhein-Westfalen. Zwar erfüllen die Sicherheitsmaßnahmen für die Behälter und den Transport höchste Standards, doch räumen Behörden ein, dass Risiken wie Sabotage oder Drohnenangriffe nie vollständig ausgeschlossen werden können.
Solche Atomtransporte gelten als potenzielle Ziele für terroristische Anschläge oder Großdemonstrationen. Warum die Routendetails vorübergehend öffentlich waren, dazu äußerte sich das Verkehrsministerium bisher nicht.
Der anstehende Transport wird unter höchsten Sicherheitsauflagen stattfinden: Drohnen sind entlang der Strecke verboten, und mit einem großangelegten Polizeiaufgebot ist zu rechnen. Die Behörden stufen die Lieferung weiterhin als Hochrisiko-Operation ein – mit Notfallplänen, um mögliche Störungen abzuwehren.






