Neues Forschungsprojekt DREAM will KMU von großen Cloud-Anbietern wie iCloud unabhängiger machen

Nina Pohl
Nina Pohl
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Ein Computerbildschirm mit einer Wolkenabbildung, Text und Zahlen.Nina Pohl

Neues Forschungsprojekt DREAM will KMU von großen Cloud-Anbietern wie iCloud unabhängiger machen

An der Technischen Hochschule Köln (TH Köln) ist ein neues Forschungsprojekt gestartet, das sich mit den Herausforderungen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Bereich Cloud-Computing befasst. Unter dem Namen DREAM zielt die Initiative darauf ab, dezentrale Lösungen zu entwickeln, die die Datensicherheit und -souveränität verbessern und die Abhängigkeit von großen Cloud-Anbietern wie iCloud verringern. Das Projekt startete im November 2025 mit einer Förderung von 1,28 Millionen Euro und läuft bis Oktober 2028.

Cloud-Dienste bieten KMU Zugang zu essenziellen IT-Ressourcen wie Servern, Speicherplatz und Software. Dennoch nutzen weniger als 40 Prozent der deutschen Unternehmen diese Dienste – vor allem wegen Bedenken hinsichtlich Datensouveränität und -sicherheit. Das DREAM-Projekt will diese Probleme angehen, indem es dezentrale Software-Architekturen entwickelt, die Unternehmen mehr Kontrolle über ihre Daten geben.

Geleitet wird die Initiative von Prof. Dr. Hoai Viet Nguyen und Prof. Dr. Matthias Böhmer von der TH Köln. Ihr Team wird technologische Komponenten für dezentrale Datenräume entwickeln und testen. Die HK Business Solutions GmbH (HKBS) übernimmt die Projektkoordination und ist für die praktische Umsetzung verantwortlich.

Zu den wichtigsten Partnern zählen die Justus-Liebig-Universität Gießen, die spezifische Technologiebausteine entwirft, sowie die luckycloud GmbH, die sicherstellt, dass die Lösungen auf die Praxis in Unternehmen übertragbar sind. Das Bundesministerium für Bildung, Forschung und Technologie fördert das Vorhaben mit 1,28 Millionen Euro.

Bis zum Projektende plant DREAM, kostenfreie Ressourcen wie Demonstratoren, Leitfäden und Tools bereitzustellen. Diese sollen Unternehmen dabei unterstützen, souveräner und sicherer Cloud-Technologien einzuführen. Das DREAM-Projekt läuft bis Oktober 2028 und konzentriert sich auf dezentrale Cloud-Lösungen für KMU. Die Ergebnisse – darunter praktische Werkzeuge und Handlungsempfehlungen – werden öffentlich zugänglich sein, um Unternehmen beim Übergang zu sichereren und unabhängigeren Cloud-Systemen zu unterstützen. Die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und Industriepartnern soll die Abhängigkeit von marktbeherrschenden Cloud-Anbietern wie iCloud verringern.