25 December 2025, 12:30

Neues Vogelschutzmittel für Maisbauern ab 2026 zugelassen

Ein Vogel auf einer Pflanze.

Neues Vogelschutzmittel für Maisbauern ab 2026 zugelassen

Maisbauern in Deutschland erhalten 2026 ein neues Mittel zum Schutz ihrer Ernte vor Vögeln

Ab 2026 steht deutschen Maisbauern ein neues Werkzeug zur Verfügung, um ihre Saat vor Vögeln zu schützen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat für Korit 420 FS, ein Beizmittel zur Abwehr von Krähen, Tauben und Fasanen, eine Notfallzulassung erteilt. Das Produkt darf ab Anfang Januar für einen begrenzten Zeitraum eingesetzt werden.

Die Genehmigung erlaubt den Einsatz von Korit 420 FS als Saatgutbeizmittel für Mais vom 12. Januar bis 11. Mai 2026. Der Wirkstoff Ziram (420 g/l) hält Vögel fern, ohne sie zu schädigen. Landwirte können das Mittel mit einer Dosierung von 87,5 ml pro Saateinheit (0,6 l/100 kg Saatgut) anwenden, wobei maximal 175 ml pro Hektar erlaubt sind.

Die Notfallzulassung beschränkt sich auf 1.000 Liter des Produkts – ausreichend für etwa 5.715 Hektar. Ziel ist es, den Mais in seiner empfindlichsten Phase zu schützen, bis er das Drei-Blatt-Stadium erreicht. In dieser Zeit drohen Schäden durch Vogelfraß sowie Befall durch die Zwiebelfliege.

Norbert Erhardt, Maisexperte der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, rät zu zusätzlichen Maßnahmen für ein kräftiges Pflanzenwachstum: eine feinkrümelige Saatbettvorbereitung, die richtige Ablagetiefe der Körner und optimale Bodenbedingungen. Zudem empfiehlt er, den Aussaatzeitpunkt sorgfältig zu wählen, hochwertiges Saatgut zu verwenden und Rückstellproben anzulegen.

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Allerdings gelten Einschränkungen für mit Korit behandeltes Saatgut: Die Aussaat ist in Wasserschutzzonen verboten, und Pufferzonen müssen eingehalten werden, um Kontaminationen zu vermeiden.

Die Wiederzulassung von Korit 420 FS für 120 Tage bringt den Maisbauern vorläufige Entlastung bei Ernteverlusten durch Vögel. Durch die Kombination der Behandlung mit einer fachgerechten Bodenbewirtschaftung und Aussaatpraxis können Landwirte ihren Beständen helfen, die kritische frühe Wachstumsphase zu überstehen. Aufgrund der begrenzten Menge wird im Jahr 2026 jedoch nur ein Teil der betroffenen Flächen abgedeckt sein.