NIS2-Richtlinie: 30.000 Unternehmen müssen bis März 2026 handeln – oder riskieren Millionenstrafen

Kristiane Dippel
Kristiane Dippel
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Sch├╝ler in Schuluniformen bedienen Computer in einem Klassenzimmer mit einer Tafel im Hintergrund.Kristiane Dippel

NIS2-Richtlinie: 30.000 Unternehmen müssen bis März 2026 handeln – oder riskieren Millionenstrafen

Die aktualisierte NIS2-Richtlinie der EU ist in Deutschland seit Januar in Kraft – und stellt rund 30.000 Unternehmen, darunter viele kleine und mittlere Betriebe (KMU), vor strengere Anforderungen an die Cybersicherheit. Um die Umstellung zu erleichtern, hat der Software Innovation Campus Paderborn (SICP) zwei kostenlose Unterstützungsangebote gestartet: KMU.kompetent.sicher und FitNIS2.

Die NIS2-Richtlinie betrifft etwa 29.500 Unternehmen aus 18 kritischen Sektoren wie Energie, Gesundheitswesen, Verkehr und digitale Dienstleistungen. Großunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden oder einem Umsatz von über 50 Millionen Euro sind automatisch erfasst. Doch auch kleinere Betriebe können betroffen sein, wenn sie eine Schlüsselrolle in Lieferketten oder der digitalen Infrastruktur spielen. Alle betroffenen Unternehmen müssen sich bis zum 6. März 2026 beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) registrieren und Risikomanagement-Maßnahmen umsetzen – darunter Prüfungen der Zuliefererkette und die Meldung von Sicherheitsvorfällen.

Die Initiativen des SICP bieten praktische Hilfestellungen für die Umsetzung. Der FitNIS2-Navigator, seit Juni 2025 verfügbar, hat bereits 1.500 Unternehmen bei der Überprüfung ihrer Betroffenheit unterstützt und 700 bei der Einschätzung ihres Compliance-Status begleitet. Das Tool gibt zudem maßgeschneiderte Empfehlungen, um die NIS2-Anforderungen zu erfüllen.

Parallel dazu hat das Projekt KMU.kompetent.sicher die Lernplattform *kmu-kompetent-sicher.de* gestartet, die kurze, praxisnahe Module anbietet – etwa zu den Grundlagen der NIS2 oder zur korrekten Risikobewertung. Beide Projekte werden durch Workshops und Veranstaltungen ergänzt, um Unternehmen weiter zu begleiten.

Bei Verstößen drohen empfindliche Strafen: Bußgelder von bis zu 10 Millionen Euro oder 2 Prozent des weltweiten Umsatzes. Die Unternehmen müssen anerkannte Sicherheitsstandards wie BSI-IT-Grundschutz oder ISO 27001 einführen und sicherstellen, dass die Unternehmensführung Verantwortung für Cybersicherheitsrisiken übernimmt.

Die NIS2-Richtlinie verschärft die Cybersicherheitspflichten für tausende deutsche Unternehmen. Kostenlose Tools wie der FitNIS2-Navigator und die Lernplattform KMU.kompetent.sicher sollen KMU den Einstieg erleichtern. Angesichts der nahenden Fristen müssen Betriebe jetzt handeln – um Strafen zu vermeiden und ihre digitalen Abwehrkräfte zu stärken.

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