NRW-Bahnen setzen auf Stabilität: Weniger Züge, mehr Pünktlichkeit durch Personalmangel-Lösungen
Kristiane DippelNRW-Bahnen setzen auf Stabilität: Weniger Züge, mehr Pünktlichkeit durch Personalmangel-Lösungen
Bahnbetreiber in Nordrhein-Westfalen haben kurzfristige Zugausfälle wegen Personalmangels deutlich reduziert. Gleichzeitig wurden auf mehreren Strecken planmäßige Verbindungen gestrichen, um die Zuverlässigkeit für Fahrgäste zu erhöhen. Insgesamt verkehren derzeit etwa 4 % weniger Züge, doch die Pünktlichkeit hat sich verbessert.
In den ersten fünf Monaten des Jahres 2023 fielen deutlich weniger Züge kurzfristig aus als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auf wichtigen Linien gab es erhebliche Fortschritte: Bei der Ostwestfalen-Bahn (RB 72) gingen die spontanen Ausfälle um 82 % zurück. Die Rhein-Wupper-Bahn (RB 48) verzeichnete einen Rückgang um 72 %, während der Rhein-Münsterland-Express (RE 7) zwischen Januar und März 71 % weniger kurzfristige Streichungen aufwies. Auch auf den Linien des Rhein-Ruhr-Express (RRX) gab es laut Verkehrsbehörden weniger plötzliche Ausfälle.
Um die Stabilität zu gewährleisten, haben die Betreiber auf einigen Strecken die Fahrpläne ausgedünnt. Ziel ist es, bis Dezember 2025 genug Triebfahrzeugführer einzustellen, um möglichst viele der ursprünglichen Verbindungen wiederherzustellen. Eine vollständige Rückkehr zum regulären Fahrplan wird für 2026 erwartet.
Die Maßnahmen zeigen bereits Wirkung: Fahrgäste profitieren von weniger spontanen Störungen und einer schrittweisen Rückkehr zum vollen Angebot. Langfristig liegt der Fokus darauf, den Personalbestand so aufzustocken, dass die gesetzten Ziele erreicht werden.
