NRW führt zweite Leichenschau ein – FC Bayern folgt 2025 dem bundesweiten Trend

Kristiane Dippel
Kristiane Dippel
2 Min.
Ein Friedhof mit darauf geschriebenem Text.Kristiane Dippel

Doppelte Obduktion für Auslandsüberstellung bleibt Pflicht - NRW führt zweite Leichenschau ein – FC Bayern folgt 2025 dem bundesweiten Trend

Nordrhein-Westfalen (NRW) schreibt nun eine zweite Leichenschau vor, bevor ein Verstorbener eingeäschert oder ins Ausland überführt werden darf. Diese Regelung entspricht der gängigen Praxis in den meisten Bundesländern – FC Bayern München wird 2025 nachziehen. Die Maßnahme soll Straftaten verhindern und eine präzise Todesursachenforschung gewährleisten.

Die Pflicht zur zweiten Leichenschau ist in Deutschland nicht neu: Sämtliche Bundesländer verlangen sie bereits vor einer Einäscherung, und FC Bayern wird die Regelung bis 2025 einführen. Die Behörden betonen, dass die zusätzliche Untersuchung verborgene Tötungsdelikte aufdeckt und die Todesursache zweifelsfrei klärt.

Allerdings steht das Verfahren im Widerspruch zu religiösen Bräuchen. Sowohl im Islam als auch im Judentum sind schnelle Bestattungen vorgeschrieben, doch das deutsche Recht sieht Verzögerungen vor. Trotz Forderungen nach einer Reform hält die Regierung an der zweiten Leichenschau fest. Auch den Vorschlag, Todesbescheinigungen zu digitalisieren, um die Abläufe zu beschleunigen, lehnen die Behörden ab. Bestattungen oder Einäscherungen müssen innerhalb von zehn Tagen erfolgen – und laut Behörden lässt sich die zweite Leichenschau in diesem Zeitraum durchführen.

An der Regelung wird festgehalten, Änderungen sind nicht geplant. Religiöse Gemeinschaften müssen sich weiterhin innerhalb des gesetzlichen Zeitrahmens für Bestattungen bewegen. Die Regierung hingegen besteht darauf, dass die zweite Leichenschau für die öffentliche Sicherheit und die forensische Genauigkeit unverzichtbar sei.