NRW kämpft für Mutterschutz für selbstständige Frauen in Deutschland
Christoph DöhnNRW kämpft für Mutterschutz für selbstständige Frauen in Deutschland
Nordrhein-Westfalen setzt sich für einen gesetzlichen Mutterschutz für selbstständige Frauen in Deutschland ein. Derzeit bringen jährlich rund 27.000 Selbstständige Kinder zur Welt – ohne finanzielle oder rechtliche Absicherung. Das Bundesland hat nun eine Bundesratsinitiative gestartet, um diese Lücke zu schließen.
Den Auftakt bildete eine vom Land finanzierte Machbarkeitsstudie, die Wege zur Ausweitung des Mutterschutzes untersuchte. Die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) legte daraufhin auf Basis der Ergebnisse konkrete Vorschläge vor. Kernpunkt ist ein einmaliger, pauschaler Lohnersatz während der Mutterschutzfrist.
Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) betonte, dass eine Schwangerschaft niemals als Berufsrisiko behandelt werden dürfe. Die Landesregierung erneuerte ihre Forderung nach gesetzlichen Änderungen für mehr Gerechtigkeit. Um die Debatte voranzubringen, veranstaltete das Wirtschaftsministerium kürzlich ein Treffen in Berlin. Politiker:innen, Wirtschaftsvertreter:innen und zivilgesellschaftliche Akteur:innen diskutierten dort über Umsetzungsmöglichkeiten.
Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden im Juli offiziell vorgestellt. Sollten die Pläne umgesetzt werden, hätten tausende selbstständige Frauen während der Schwangerschaft und nach der Geburt finanzielle Sicherheit. Der nächste Schritt hängt nun von der Reaktion der Bundesregierung auf die nordrhein-westfälische Initiative ab. Eine Entscheidung könnte die Zukunft des Mutterschutzes für Selbstständige in ganz Deutschland prägen.






