NRW-Reform für Kitas: Mehr Qualität, weniger Schließungen und 1,5 Milliarden Euro Investitionen

Christoph Döhn
Christoph Döhn
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Ein Plakat mit Text, der für das American Rescue Plan wirbt, um die Kinderarmut in den USA zu reduzieren, mit einem Bild einer Gruppe von Menschen.Christoph Döhn

NRW-Reform für Kitas: Mehr Qualität, weniger Schließungen und 1,5 Milliarden Euro Investitionen

Die schwarz-grüne Landesregierung hat einen Reformentwurf für das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) vorgelegt, um die Betreuung in Kitas und die frühe Kindheitsbildung zu verbessern. Im Mittelpunkt des Plans stehen eine zuverlässigere, planbarere und qualitativ hochwertigere Kinderbetreuung sowie die Verringerung von Schließungen und Personalengpässen. Die Reform führt flexible Kern- und erweiterte Öffnungszeiten ein, um Personal dort einsetzen zu können, wo es am dringendsten benötigt wird. Zudem sind 1,5 Milliarden Euro für die Modernisierung von Kita-Einrichtungen in den kommenden Jahren vorgesehen. Ab dem 1. August 2027 sollen jährlich zusätzliche 200 Millionen Euro bereitgestellt werden, um Transformationskosten zu decken und die finanzielle Stabilität der Träger zu sichern. Die Regierung wird die Träger bei der Gewinnung neuen Personals unterstützen, konkrete Maßnahmen zur Qualifizierung stehen jedoch noch aus. Der Entwurf wurde in Abstimmung mit Verbänden erarbeitet und vergangenen Freitag offiziell in den Landtag eingebracht. Martin Lucke (CDU, Landtagsabgeordneter) bezeichnete die Reform als einen "wichtigen Schritt zu einer verlässlichen und hochwertigen Kinderbetreuung". Das Leitmotiv der Reform lautet, dass jedes Kind faire Chancen und jede Familie Planbarkeit verdient. Ziel der Reform ist es, Kitas durch bessere Finanzierung, verbesserte Personalausstattung und mehr betrieblichen Spielraum zu stärken. Mit Investitionen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro und laufender finanzieller Unterstützung will die Regierung ein stabiles und wirksameres Betreuungssystem für Familien im gesamten Land schaffen.