NRW setzt auf Solarstrom: Mehrfamilienhäuser werden zu Mini-Kraftwerken
Christoph DöhnNRW setzt auf Solarstrom: Mehrfamilienhäuser werden zu Mini-Kraftwerken
Nordrhein-Westfalen will den Ausbau von Solaranlagen auf Mehrfamilienhäusern beschleunigen. Die Landesregierung hat gemeinsam mit Partnern aus der Wohnungswirtschaft eine Absichtserklärung unterzeichnet, um das Vorhaben voranzutreiben. Ziel ist es, den Wohnungssektor bis 2030 nachhaltiger und energieunabhängiger zu gestalten.
Im Mittelpunkt der Vereinbarung steht die Ausstattung eines großen Teils der Mehrfamilienhäuser mit Photovoltaikanlagen. Eigentümergemeinschaften und Mieter sollen über die Vorteile von Solarstrom für ihre Immobilien informiert werden. Zudem werden Beratungsangebote ausgebaut und technische sowie bürokratische Prozesse vereinfacht.
Im vergangenen Jahr wurden in Nordrhein-Westfalen rund 2,2 Gigawatt neue Photovoltaik-Leistung installiert – größtenteils auf Dächern. Bisher haben Mehrfamilienhäuser jedoch nur wenig zu diesem Wachstum beigetragen. Die beteiligten Unternehmen und Genossenschaften haben nun zugesagt, Photovoltaik künftig stärker in ihre Planungen einzubeziehen.
Bevorzugt werden bei diesen Gebäuden nutzergemeinschaftliche Modelle, die es den Bewohnern ermöglichen, den vor Ort erzeugten Solarstrom direkt zu nutzen und davon zu profitieren.
Die Initiative soll die Verbreitung von Solarenergie in Mehrfamilienhäusern im gesamten Land fördern. Bis 2030 soll ein erheblicher Teil dieser Wohngebäude mit Photovoltaikanlagen ausgestattet sein. Das Vorhaben steht im Einklang mit dem umfassenden Engagement Nordrhein-Westfalens für erneuerbare Energien, wie es Ministerin Mona Neubaur betont.
