NRW-Sportbund führt digitalen Schutzkonzept-Generator gegen Missbrauch ein
Kristiane DippelNRW-Sportbund führt digitalen Schutzkonzept-Generator gegen Missbrauch ein
Landessportbund Nordrhein-Westfalen startet Initiative gegen sexualisierte Gewalt in Vereinen
Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen hat eine neue Initiative gestartet, um sexualisierte Gewalt in Sportvereinen zu bekämpfen. Ein digitales Werkzeug, der „Schutzkonzept-Generator“, soll Vereinen helfen, Risiken zu erkennen und sichere Umgebungen für ihre Mitglieder zu schaffen. In einer ersten Phase werden 600 Vereine das System im Rahmen einer breiter angelegten Präventionskampagne testen.
Der Verband entwickelte das „Schutzkonzept gegen Gewalt“, um klare Standards für Vereine festzulegen. Es umfasst Leitlinien, Mindestanforderungen und praktische Handlungsempfehlungen – etwa das Verbot von Einzelausflügen zwischen Trainer:innen und Kindern. Ziel ist es zudem, das Bewusstsein zu schärfen und potenzielle Täter:innen abzuschrecken.
Der „Schutzkonzept-Generator“ funktioniert wie ein interaktiver Fragebogen, der auf die Bedürfnisse jedes Vereins zugeschnitten ist. Er zeigt besonders gefährdete Bereiche auf, etwa Umkleidekabinen oder Trainingseinheiten, in denen Missbrauch stattfinden könnte. Visuelle Hilfsmittel, darunter eine detaillierte Illustration, helfen Mitgliedern, Hochrisikosituationen zu erkennen.
Lara ter Veer, eine Vertreterin des Landessportbunds, betonte, dass sexualisierte Gewalt überall vorkommen könne – selbst in vertrauten örtlichen Vereinen. Das Tool solle Missbrauch von vornherein verhindern, indem es Gelegenheiten unterbindet und Fachkräfte schult.
Die ersten 600 Vereine werden den Generator in Kürze testen. Das System bietet eine strukturierte Methode, um Risiken zu bewerten und Schutzmaßnahmen durchzusetzen. Bei Erfolg könnte es zum Standardwerkzeug für Sportvereine in der gesamten Region werden.






