NRW startet mit Rekord-Erdbeersaison 2026 in die erste Obsternte des Jahres
Christoph DöhnNRW startet mit Rekord-Erdbeersaison 2026 in die erste Obsternte des Jahres
Die Erdbeersaison 2026 hat in Nordrhein-Westfalen (NRW) offiziell begonnen – und leitet damit die erste Obsternte des Jahres ein. Lokale Erzeuger feierten den Start der Saison, während Vertreter der Politik die Bedeutung der Region für den deutschen Erdbeeranbau betonten: Fast ein Viertel der jährlichen 128.000 Tonnen, die bundesweit geerntet werden, stammen aus NRW.
Die Eröffnungsveranstaltung fand auf dem Hof der Familie Fruhen in Tönisvorst statt, wo auf 12 Hektar Erdbeeren angebaut werden. Zu den Gästen zählten die Landtagsabgeordneten Britta Oellers und Meral Thoms sowie Bürgermeister Kevin Schagen. Die Ministerin hob die Bedeutung des regionalen Erdbeeranbaus in NRW hervor, wo 324 meist familiengeführte Betriebe die Branche prägen.
Im vergangenen Jahr produzierte NRW 16.900 Tonnen Erdbeeren im Freiland und weitere 13.800 Tonnen unter Schutzabdeckungen. Durch natürliche Methoden wie den Einsatz von Folientunneln konnten die Erzeuger die Saison auf über sechs Monate ausdehnen – und die Ernte um zwei bis vier Wochen vorverlegen. Von weltweit über 1.000 Erdbeersorten werden in NRW etwa 40 kultiviert.
Die regionalen Anbaumethoden sichern eine längere Versorgung mit frischem, lokalem Obst. Der frühe Saisonstart in diesem Jahr unterstreicht erneut die Schlüsselrolle NRWs auf dem deutschen Erdbeermarkt. Die verlängerte Erntezeit und die Vielfalt der Sorten tragen dazu bei, die Produktion stabil zu halten. Familienbetriebe wie der der Fruhens treiben die Branche voran und versorgen die Verbraucher auch außerhalb der traditionellen Erntezeiten mit frischen Früchten. Die Erträge aus NRW bleiben damit ein unverzichtbarer Baustein für die deutsche Erdbeerversorgung.






