29 June 2026, 22:29

NRW will schwimmende Solaranlagen mit neuen Regeln vorantreiben

Bundesratsinitiative für mehr schwimmende Photovoltaik

NRW will schwimmende Solaranlagen mit neuen Regeln vorantreiben

Nordrhein-Westfalen drängt auf Änderungen der bundesweiten Vorschriften für schwimmende Solaranlagen. Das Land fordert flexiblere Regelungen, um Großprojekte auf seinen zahlreichen Gewässern zu fördern. Die aktuellen Gesetze begrenzen die überbaubare Fläche und schreiben Abstandsregelungen vor – was nach Ansicht von Behördenvertretern die Entwicklung behindert.

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In einem Antrag an den Bundesrat plädiert das Land für eine Überarbeitung von Paragraf 36 des Wasserhaushaltsgesetzes. Vorgeschlagen werden eine Anhebung der bisherigen 15-Prozent-Obergrenze für die Wasseroberfläche sowie Ausnahmen auf Basis örtlicher Gegebenheiten. Die Verantwortlichen argumentieren, dass die geltenden Bestimmungen ökologische Vorteile für Gewässer nicht immer gewährleisten.

Umweltminister Oliver Krischer betonte das Potenzial von Regionen wie dem Niederrhein. Dort böten Kiesabbau- und Baggerseen ideale Standorte für schwimmende Photovoltaik. Der Landesverband Erneuerbare Energien Nordrhein-Westfalen hatte Krischer bereits im Januar Vorschläge unterbreitet, um die Rahmenbedingungen für solche Vorhaben zu verbessern.

Aktuell sind in NRW sechs schwimmende Solarparks in Betrieb. Die größte Anlage mit 5,6 Megawatt Leistung liegt auf einem Baggersee in Bislich. Diese Projekte tragen zu einem wachsenden Markt bei – im Oktober lagen die Stromgestehungskosten für Solarenergie bei knapp sieben Cent pro Kilowattstunde.

Ziel der geplanten Änderungen ist es, den Bau großflächiger schwimmender Solaranlagen zu erleichtern. Bei einer Umsetzung könnten sie die Kapazitäten für erneuerbare Energien auf geeigneten Gewässern deutlich ausweiten. Die bestehenden Projekte im Land belegen sowohl die Machbarkeit als auch die Nachfrage nach dieser Technologie.

Quelle