NWL sucht dringend Käufer für die Eurobahn bis 2028 – Zukunft ungewiss
Christoph DöhnNWL sucht dringend Käufer für die Eurobahn bis 2028 – Zukunft ungewiss
Der Nahverkehrsverbund Westfalen-Lippe (NWL) sucht einen Käufer für die Eurobahn bis 2028. Der regionale Bahnbetreiber, der in Nordrhein-Westfalen sowie Teilen Niedersachsens und der Niederlande verkehrt, steht unter Zeitdruck: Politische Vereinbarungen und Streckenverträge laufen bis 2032 aus. Verantwortliche betonen, dass zuverlässige Leistungen entscheidend sein werden, um Investitionen zu sichern.
Seit Anfang 2024 kämpft die Eurobahn mit Personalmangel, was zu Kürzungen von bis zu 40 Prozent auf einigen Strecken führte. Im April jenes Jahres reduzierte das Unternehmen die Taktung auf einzelnen Linien auf nur noch einen Zug pro Stunde, um den Betrieb zu stabilisieren. Karsten Schulz, technischer Geschäftsführer, bestätigte, dass diese Maßnahmen notwendig gewesen seien, um die Pünktlichkeit zu verbessern.
Durch gezielte Einstellungen und Schulungen konnte die Eurobahn die Ausfälle inzwischen auf 4 bis 5 Prozent der geplanten Zugkilometer senken. Bis Dezember 2025 soll der vollständige Fahrplan wiederhergestellt werden, zudem werden weitere Fortschritte bei der Reduzierung von Zugausfällen erwartet. Nils Werner, Leiter der NWL-Sparte Markt & Kunden, macht deutlich: "Eine kontinuierlich hohe Leistungsqualität ist entscheidend, um potenzielle Investoren zu gewinnen."
Der NWL, zu dessen Mitgliedern Mobilität Ruhr-Lippe, Mobilität Münsterland und der Zweckverband Verkehr Verbund Ostwestfalen-Lippe zählen, muss bis 2032 eine Lösung finden. Ohne einen Käufer könnte die Zukunft der Eurobahn – mit ihren regionalen und grenzüberschreitenden Verbindungen – auf dem Spiel stehen.
Die Erholung der Eurobahn hängt von zwei zentralen Faktoren ab: der vollständigen Wiederherstellung des Fahrplans bis Ende 2025 und der Sicherung eines langfristigen Investors bis 2028. Ob der Betreiber auch nach 2032 weiter Züge fahren lässt, wird davon abhängen, ob der NWL diese Ziele erreicht. Aktuell deuten sinkende Ausfallzahlen und die geplante Fahrplanausweitung auf erste Schritte in Richtung Stabilität hin.






