Passivhaus-Tagung in Essen feiert 35 Jahre Pioniergeist mit zukunftsweisenden Baukonzepten

Kristiane Dippel
Kristiane Dippel
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Ein mehrstöckiges Wohnhaus mit Balkonen, Geländern, Türen und Fenstern, umgeben von üppiger Vegetation, mit einem parkenden Auto davor und einer Treppe, die zum Eingang führt.Kristiane Dippel

Passivhaus-Tagung in Essen feiert 35 Jahre Pioniergeist mit zukunftsweisenden Baukonzepten

28. Internationale Passivhaus-Tagung in Essen: Klimafreundliche und zukunftssichere Gebäudelösungen im Fokus

Die 28. Internationale Passivhaus-Tagung findet in diesem Jahr in Essen statt und widmet sich klimagerechten und zukunftsfähigen Baukonzepten. Die Veranstaltung steht dabei unter einem besonderen Zeichen: Sie markiert zwei Jubiläen – 35 Jahre seit der Fertigstellung des ersten Passivhauses sowie 30 Jahre Passivhaus Institut. Die Organisatoren locken zudem mit Frühbucherrabatten, insbesondere für Interessierte an energetischer Sanierung – einem der zentralen Themen der Konferenz.

Eröffnet wird die Tagung mit Grußworten von Vertretern von NRW.Energy4Climate, der Deutschen Umwelthilfe sowie der Wirtschaftswissenschaftlerin Sigrid Stagl. Persönlich anwesend sein wird Mona Neubaur, Wirtschaftsministerin von Nordrhein-Westfalen. Auf dem Programm stehen unter anderem Großprojekte wie das Centre of the Humanities in Oxford, das nach Passivhaus-Standard errichtet wurde, sowie Lettlands erstes zertifiziertes Kindergartengebäude – das erste öffentliche Passivhaus der baltischen Region.

Vorgestellt werden zudem bezahlbare Wohnprojekte aus Österreich, Schottland und dem New Yorker Sendero Verde. In Vorträgen geht es um ganzheitliche Sanierungsstrategien, veranschaulicht an Praxisbeispielen wie dem Johannesbad in Bad Füssing. Nach einer EnerPHit-zertifizierten Sanierung 2022 konnte die Thermenanlage ihren Energieverbrauch um 75 Prozent senken – und das ohne Betriebsunterbrechung. Ein weiteres Fallbeispiel ist die Sporthalle in Berlin-Köpenick, die 2023 durch moderne Lüftungstechnik, speziell für feuchte Räume wie Schwimmbäder ausgelegt, den EnerPHit-Standard erreichte.

Nach dem offiziellen Programm haben Teilnehmer die Möglichkeit, an Exkursionen zu hoch effizienten Schulen, Wohngebäuden und Stadtquartieren teilzunehmen. Diese Besichtigungen zeigen auf, wie sich energetische Sanierungspraktiken seit dem ersten Passivhaus 1991 weiterentwickelt haben.

Die Tagung findet vom 5. bis 6. April in Essen statt und bietet Einblicke in Sanierungskonzepte und nachhaltiges Bauen. Frühbucher profitieren von ermäßigten Ticketpreisen. Ziel der Veranstaltung ist es, zu demonstrieren, wie energieeffiziente Gebäude eine Schlüsselfunktion in der Energiewende einnehmen können.