ProSieben bringt mit KI wiederbelebte Stars auf die Bühne – doch die Kritik wächst
Christoph DöhnProSieben bringt mit KI wiederbelebte Stars auf die Bühne – doch die Kritik wächst
Umstrittene neue TV-Show: ProSieben bringt mit KI wiederbelebte Musiklegenden auf den Bildschirm
Nächste Woche startet auf ProSieben eine kontroverse neue Sendung, die Live-Auftritte mit KI-generierten Versionen verstorbener Musikikonen verbindet. "Staying Alive – Stars singen mit Legenden" zeigt den deutschen Popstar Sasha im Duett mit einer digitalen Amy Winehouse. Die Produktion hat bereits eine Debatte über die ethische Vertretbarkeit ausgelöst, verstorbene Künstler für Unterhaltungszwecke wiederzubeleben.
Die von Endemol Shine produzierte Show nutzt künstliche Intelligenz, um die Stimmen und das Erscheinungsbild toter Stars wie Amy Winehouse, Elvis Presley, Whitney Houston und Freddie Mercury nachzubilden. Die Technologie passt archivierte Gesangsspuren an, sodass heutige Künstler mit den digitalen Avataren der Legenden duettieren können. Der Sender ProSiebenSat.1, der hinter dem Projekt steht, steht unter Druck, nach jüngsten Entlassungen und Budgetkürzungen mit starken Quoten zu punkten.
Besonders kritisch wird die Einbindung von Amy Winehouse gesehen. Die verstorbene Sängerin, die zeit ihres Lebens mit Suchtproblemen und öffentlicher Beobachtung kämpfte, gilt manchen als fragwürdige, ausbeuterische Wahl. Trotz der Kritik feiert die erste Folge am 25. April 2023 Premiere, eine Woche später folgt die zweite Ausgabe.
Das Konzept bringt lebende deutsche Künstler mit KI-generierten Stars zusammen – eine Mischung aus Nostalgie und moderner Performance. ProSieben erhofft sich von den prominent besetzten Duetten hohe Zuschauerzahlen und eine Belebung seines Musikprogramms.
Der Start der Show fällt in eine finanziell schwierige Phase für ProSiebenSat.1, das mit sinkenden Umsätzen und Umstrukturierungen zu kämpfen hat. Mit der KI-gestützten Wiederbelebung von Legenden will der Sender seine Reichweite steigern. Ob der Ansatz Erfolg hat – oder auf weitere Kritik stößt – wird sich zeigen.






