01 April 2026, 00:19

Prozess gegen Betreiber eines riesigen illegalen Datei-Hosting-Dienstes beginnt

Schwarz-weißes Bild eines alten Eintrittskarten für das Théâtre du Château d'Eau in Juárez, Mexiko, mit gedrucktem Text.

Illegaler Vertrieb von Filmen und Serien: Zwei Jahre auf Bewährung in Aachen - Prozess gegen Betreiber eines riesigen illegalen Datei-Hosting-Dienstes beginnt

In Aachen steht ein 59-jähriger Betreiber eines großen Datei-Hosting-Dienstes vor Gericht. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen Vorwürfe, zwischen 2014 und 2019 über 30.000 urheberrechtlich geschützte Filme und Fernsehsendungen ohne Erlaubnis verbreitet zu haben.

Der Angeklagte führte die Plattform von 2008 bis zu ihrer Schließung 2019. Auf ihrem Höhepunkt speicherte der Dienst rund 20 Millionen Gigabyte an Daten und zählte damit zu den größten seiner Art. Nutzer konnten geschützte Inhalte ungehindert hochladen und herunterladen, wodurch der Betreiber in den elf Jahren Umsätze von über 64 Millionen Euro erzielte.

Die Staatsanwaltschaft forderte eine zweijährige Bewährungsstrafe und verwies dabei auf das Ausmaß der Urheberrechtsverstöße. Die Verteidigung plädierte hingegen auf eine Höchststrafe von einem Jahr und elf Monaten. Allein zwischen Oktober 2014 und Oktober 2019 wurden über die Plattform mehr als 30.000 unrechtmäßig zugängliche Werke angeboten.

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Der Prozess in Aachen markiert das Ende langjähriger Ermittlungen gegen einen der größten illegalen Datei-Hosting-Dienste Deutschlands. Die Entscheidung des Gerichts wird über die rechtlichen Konsequenzen für den Betreiber entscheiden, der durch die unerlaubte Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte erhebliche Gewinne erzielte.

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